Nachhaltige Lieferung: Ford und Hermes setzen auf Transporter-Laufburschen-Kombi

Eine Kombi aus intelligenter Software, Fußgängerkurieren und weniger Lieferfahrzeugen soll eine umweltfreundlichere Paketlieferung in Großstädten ermöglichen.

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Eine Routing-Software koordiniert Fußgängerkuriere und Transportfahrzeuge.

(Bild: Ford-Werke GmbH)

Ford und der Paketzusteller Hermes testen in einer Kooperation in London den kombinierten Einsatz von Lieferwagen und Fußgängerkurieren. Damit sollen Pakete in Großstädten schneller und durch den Einsatz weniger Fahrzeuge auch nachhaltiger ausgeliefert werden können.

Bereits im September 2020 hatte Hermes Innovation Lab das Projekt ins Leben gerufen und in einem Londoner Bezirk bei starker Auslastung in der Vorweihnachtszeit erprobt – einem Zeitraum, in dem durch das Online-Shopping besonders viele Auslieferungen anfallen. Wie Ford in einer Mitteilung schreibt, haben dabei zwei Ford Transit Transporter mit acht Fußgängerkurieren in drei Postzahlenbereichen zusammengearbeitet. Gemeinsam sollen sie genauso viele Sendungen ausgeliefert haben wie sechs Transporter ohne Laufkuriere. Auch sei die Zustellung schneller erfolgt.

Möglich sei dies durch den Einsatz der cloudbasierten, multimodalen Routing-und Logistiksoftware MoDe:Link gewesen, die für eine Koordination zwischen Lieferfahrzeug und Fußgängerkurieren sorgt. Sie zeigt den Fahrern den optimalen Anhaltepunkt des Transportfahrzeuges an, an dem die Fußgängerkuriere dann die Pakete zur Auslieferung übernehmen können. Eine Smartphone-App navigiert die Kuriere auf einer optimalen Route zu den Übergabepunkten und zeigt außerdem die beste Route zur Auslieferung zum Kunden an. Lange Wege entfallen damit, die Paketauslieferung erfolgt schneller, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher. Durch die Anbindung an die Tracking-Systeme von Hermes sind die Kunden darüber informiert, wann das Paket geliefert wird, heißt es von Ford weiter.

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Hermes verspricht sich dadurch einen Beitrag zu leisten, wie das Verkehrsaufkommen in überfüllten Innenstädten verringert und Staus vermieden werden können. "Wir prüfen neue Initiativen, um Emissionen bei Lieferungen auf der letzten Meile zu reduzieren. Damit reagieren wir auch auf die wachsende Anzahl von Umweltzonen in Städten sowie neue Rechtsvorschriften in vielen Kommunen", sagt Carly Lyon, COO bei Hermes UK. Demnach würde sich das System problemlos skalieren lassen und zusätzliche Arbeitsplätze für Kuriere schaffen, die "kein Fahrzeug mehr fahren oder besitzen müssen".

Ob und wann das System in anderen Städten – auch in Deutschland – eingesetzt wird, ließen Ford und Hermes jedoch offen.

(olb)