Nachhaltige Luftfahrt: Rolls-Royce testet Wasserstoff-Triebwerk

Der Motorenhersteller Rolls-Royce ist zusammen mit Easyjet dem Ziel etwas näher gekommen, ein klimaneutrales Triebwerk für Passagierflugzeuge zu entwickeln.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 33 Beiträge

Umgebautes Triebwerk Rolls-Royce AE 2100-A im Test.

(Bild: Rolls-Royce, Easyjet)

Rolls-Royce hat zusammen mit der Fluggesellschaft Easyjet ein Flugzeugtriebwerk getestet, das mit Wasserstoff betrieben wird. Es sei der erste erfolgreich verlaufene Test dieser Art weltweit gewesen, heißt es in einer Mitteilung des britischen Triebwerksherstellers. Mit ihm werde zumindest zum Teil der Beweis erbracht, dass Triebwerke sicher mit Wasserstoff laufen können.

Bei dem Test wurde ein umgebautes Turboprop-Triebwerk des Typs AE 2100-A auf dem Gelände des Militärflugplatzs MoD Boscombe Down am Boden getestet. Verwendet wurde dabei Wasserstoff, das auf den Orkney-Inseln mit Hilfe von Strom aus Gezeitenkraft erzeugt wurde, heißt es in einer Mitteilung. Am Ende der Entwicklung steht das Ziel, sichere und effiziente Triebwerke für Passagierflugzeuge zu bauen, die mit Wasserstoff betrieben werden können.

Zunächst soll eine zweite Testreihe folgen. Zudem wollen die beiden Unternehmen auch den Betrieb eines umgerüsteten Düsentriebwerks des Typs Pearl 15 von Rolls-Royce mit Wasserstoff testen. Rolls-Royce ist auch anderweitig mit Wasserstoff beschäftigt, beispielsweise entwickeln die Briten zusammen mit Daimler Trucks einen Brennstoffzellenmotor für Nutzfahrzeuge.

Easyjet und Rolls-Royce verweisen in ihren Bemühungen, ein klimaneutrales Triebwerk zu entwickeln, auf die Kampagne "Race to Zero" der Vereinten Nationen. Ihr Ziel ist es, bis 2050 CO₂-neutral zu werden; diesem haben sich unter anderem gut 8000 Unternehmen weltweit angeschlossen, darunter auch die beiden Firmen.

Im Oktober dieses Jahres haben sich die 184 Mitgliedsländer und 57 Mitgliedsorganisationen der Internationalen Zivilluftfahrorganisation ICAO der Vereinten Nationen darauf verständigt, dass die zivile Luftfahrt bis 2050 kein CO₂ mehr ausstößt.

(anw)