Netflix schließt Exklusivvertrag mit Sony Pictures

Netflix zeigt ab 2022 in den USA die Filme des Hollywoodstudios als erster Videostreamingdienst.

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(Bild: XanderSt/Shutterstock.com)

Von
  • Nico Jurran

Der Flatrate-Videostreamingdienst Netflix und das Hollywoodstudio Sony Pictures haben eine Vereinbarung geschlossen, nach der Netflix in den USA ab 2022 die Filme von Sony Pictures als erster Videostreamingdienst zeigen darf – nach deren Auswertung im Kino und im Heimkino-Bereich (beispielsweise auf Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray).

Für Filme, die Sony Pictures direkt als Streams anbieten will, soll Netflix ein Vorkaufsrecht eingeräumt bekommen haben. Greift der Dienst nicht zu, stünde es dem Studio allerdings frei, den Film anderweitig anzubieten. Die neue Vereinbarung löst einen Deal des Hollywoodstudios mit dem zu Lionsgate gehörenden US-Dienst "Starz" aus dem Jahre 2005 ab.

Dies berichtet das US-amerikanische Branchenmagazin "Deadline", das weiterhin von einem exklusiven 18-monatigen Verwertungsfenster spricht, welches Sony Pictures Netflix eingeräumt habe. Offizielle Angaben dazu, wie viel Netflix der Deal kostet, gibt es nicht. Deadline geht allerdings von einer Summe um 1 Milliarde über vier Jahre aus.

US-Kunden können sich somit auf Filme wie "Uncharted" "Morbius", Bullet Train" und "Where the Crawdads sing", sowie auf Fortsetzungen von "Venom", "Jumanji", "Bad Boys" und "Spider-Man: Into the Spider-Verse" freuen. Hinweise darauf, dass die Vereinbarung auch für den deutschen Markt gilt, gibt es bislang noch nicht.

Für Netflix ist die Vereinbarung nicht zuletzt deshalb wichtig, weil Hollywoodstudios wie Disney, Paramount und Warner mittlerweile in den USA – und teilweise weltweit – eigene Flatrate-Videostreamingdienste betreiben, über die sie ihre Filme jeweils exklusiv zeigen. In den vergangenen Jahren brachen Netflix damit mehr und mehr Lieferanten weg, was den Streamingdienst dazu zwang, den Anteil seiner Eigenproduktionen zu erhöhen.

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(nij)