Netzwerksicherheit? Fehlanzeige!

Eine Marktstudie zeigt: Viele mittelständische Unternehmen sind weitgehend wehrlos gegenüber Angriffen auf ihr Netz.

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Netzwerksicherheit? Fehlanzeige!
Von
  • Oliver Diedrich

Eine aktuelle Marktstudie zum Einsatz von Network Access Control (NAC) in mittelständischen Unternehmen zeichnet ein düsteres Bild vom Zustand der Netzwerksicherheit im Mittelstand. So sagen 77% der befragten 962 Unternehmen – eben jene, die keine NAC-Lösung einsetzen –, dass sie die genaue Zahl der Geräte im eigenen Netzwerk nicht kennen.

Ein Viertel der Unternehmen berichtet, dass es bei ihnen bereits Sicherheitsvorfälle gab, die auf den Anschluss eines fremden Geräts im eigenen Netzwerk zurückzuführen waren. Nur ein Drittel der Firmen kann angegriffene eigene Geräte sofort vom Netzwerk isolieren, um etwa die weitere Ausbreitung eines Trojaners zu verhindern.

63% sind sich unsicher, ob sie einen Angriff auf ihr Netzwerk bemerken und Gegenmaßnahmen einleiten können. 37% glauben nicht, dass ihr Netzwerk gut gegen interne und externe Angreifer geschützt ist. Da ist es vernünftig, dass der Einsatz von Geräten der Mitarbeiter (Bring your own device, BYOD) mehrheitlich verboten ist (61%).

Die Studie wurde im Auftrag des NAC-Herstellers macmon durchgeführt. Befragt wurden 1070 Personen aus 962 überwiegend mittelständischen Unternehmen mit durchschnittlich rund 700 Geräten im Firmennetz. Die zentralen Ergebnisse der Studie stehen gegen Registrierung zum Download bereit.

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Update (19.10.2020): Eine frühere Version dieser Meldung sprach fälschlicherweise davon, dass der Marktforscher techconsult die Studie beauftragt habe. Das ist im letzten Absatz korrigiert. (odi)