Neue Architektur für SUSEs Enterprise Linux geplant

SUSE überlegt offenbar, die seinem Enterprise Linux zugrunde liegende Architektur neu zu organisieren. Erste Infos gab es jetzt auf der openSUSE-Mailingliste.

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Von
  • André von Raison

Unter dem Codenamen "Adaptable Linux Platform" (ALP) arbeitet SUSE an der nächsten Betriebssystemgeneration. Auf der openSUSE-Mailingliste hat sich Stefan Behlert, SUSEs Produktmanager für Enterprise Linux, zu Plänen für die neue Architektur geäußert: Seit der Einführung von SUSE Linux Enterprise 15 seien vier Jahre vergangen und man arbeite nun an einem Nachfolger, der große Veränderungen mit sich bringen werde.

ALP werde "radikale Änderungen" bei Technologie und Design mit sich bringen und nicht bloß ein SLE 15++ werden. Behlert betonte, dass ALP offen im openSUSE Buid Service entwickelt werde. Man werde also nicht wie in der Vergangenheit die Teile intern zusammensetzen und dann nach außen geben.

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Mit Details zur geplanten Architektur blieb Behlert etwas vage: Man beabsichtige, das bislang eher allgemeine gehaltene Projekt aufzuteilen in einen kleineren Hardware-aktivierenden Teil, eine Art "Host OS", und eine Schicht, die Anwendungen bereitstellt und unterstützt. Die Anwendungen sollen auf Containern (und VMs) basieren. Die jetzige Ankündigung diene als erste Information, dass man derzeit dabei sei, alles einzurichten, vom Projekt bis zu den Feedback-Kanälen, von der Dokumentation bis zu den Tests.

Zur Begründung hieß es: In den vergangenen Jahren hätten sich viele Dinge geändert. Dazu gehören die Anforderungen von Nutzern und Kunden, Technologien, die Geschwindigkeit, mit der neue Versionen von Anwendungen, Sprachen und deren Bibliotheken auftauchen. Auch die Verbindung zwischen openSUSE Leap und SLE habe sich verändert. Zwar sei SLE 15 ein großartiges Allzweck-Betriebssystem, doch die Herausforderungen bei einigen Anwendungsfällen, die heutigen Einsatzorte und die Art der Verbesserungswünsche zeigten, dass es Zeit für einen Nachfolger sei.

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(avr)