Neue Effektfilter für die Nik Collection 5 zur Foto-Bearbeitung

Die Filtersammlung Nik Collection 5 by DxO bringt eine entschlackte Bedienoberfläche für mehrere Plug-ins und neue Effekte für Color Efex Pro.

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Die U-Points der Nik Collection kombinieren für die selektive Bearbeitung Kantenerkennung mit Verlaufsfiltern.

Von
  • André Kramer

Der französische Foto-Software-Hersteller DxO hat eine neue Version der Plug-in-Suite Nik Collection vorgestellt. Mittlerweile besteht sie aus acht Plug-ins. Dazu gehören die Kreativmodule Nik Color Efex zur Farbbearbeitung, Silver Efex für Schwarz-Weiß-Umsetzung, Analog Efex für klassischen Filmlook und Viveza für die selektive Korrektur. Hinzu bekommen die Rauschreduzierung Dfine, das HDR-Kombinationstool HDR Efex, das Schärfenwerkzeug Sharpener und der Neuzugang von DxO, das Korrekturmodul für stürzende Linien Perspective Efex.

Das am meisten genutzte Modul heißt Color Efex Pro. DxO hat die Bedienoberfläche der Farbbearbeitung in Version 5 überarbeitet und damit an Silver Efex und Viveza angepasst. Sie umfasste bisher 55 Effekt-Filter inklusive klassischer Dunkelkammertechniken wie Bleach-Bypass und Crossentwicklung.

Zwei neue Filter kommen nun hinzu: Der auch in DxO PhotoLab integrierte ClearView-Filter passt automatisch Farbe, Belichtung und Kontrast auf Grundlage künstlicher Intelligenz an. Ein neues Filmkornmodul ergänzt die Körnung von 29 authentischen Fotofilmen. Dazu greift DxO auf Laboranalysen verschiedener Filme in mehreren ISO-Stufen zu. Die Filmkornsimulationen stehen in einem Dropdown-Menü zur Verfügung.

Color Efex Pro erhält zwei neue Effektfilter, unter anderem ClearView, mit dem sich Bilder auf Mausklick spürbar verbessern lassen.

Im Bearbeitenmenü hilft die Option "Letzte Bearbeitung anwenden", ein Foto mit denselben Effekten zu versehen wie das vorige. Außerdem kann man eigene Filterkombinationen als Voreinstellung speichern.

Das noch relativ neue Plug-in Analog Efex simuliert Schmutz & Kratzer, Lichteinfall, Vignettierung, Zoom-Unschärfe, Bokeh und andere Effekte mit insgesamt 14 Filtern. In Version 3 lassen sich jetzt Presets nutzen. Die Bedienoberfläche hat DxO ebenfalls an die übrigen angeglichen.

In Analog Efex, Color Efex, Silver Efex und Viveza kann man Nik-Kontrollpunkte nutzen, ein Auswahlverfahren, das Kantenerkennung und weiche Masken kombiniert, um schnell Bildbereiche selektiv bearbeiten zu können. Neben dem Kontrast kann man nun auch einzelne Farbkanäle für die Kantenerkennung heranziehen.

Die Oberfläche von Analog Efex hat DxO an die der übrigen Plug-ins angeglichen. Effekteinstellungen lassen sich jetzt als Presets speichern.

Das Tool Perspective Efex korrigiert stürzende Linien selbstständig. Außerdem korrigiert es Randverzerrungen, die vor allem bei Weitwinkelobjektiven auftreten. Perspective Efex ist die einzige Eigenentwicklung von DxO in der ansonsten vom ehemaligen Hamburger Softwarehersteller Nik stammenden Sammlung. Hier setzt DxO auf seine im Labor ermittelten Korrekturprofile. Insgesamt unterstützt die Software 5000 Kamera-Objektiv-Kombinationen. Profile für 20 zusätzliche Kameras und 40 weitere Objektive kamen jüngst hinzu.

Die Nik Collection 5 steht für Windows und macOS zur Verfügung. Sie läuft eigenständig sowie als Plug-in in Photoshop CC, Lightroom Classic CC und in DxO PhotoLab. Den Raw-Entwickler PhotoLab liefert der Hersteller in der abgespeckten Essential-Version mit. Das Programm kostet 149 Euro. Ein Update ist für 79 Euro zu haben.

(akr)