Neue Lenovo-Notebooks: leichtes ThinkPad X1 Nano, Verkauf des X1 Fold startet

Der 12,5-Zöller ThinkPad X1 Nano bleibt unter 1 Kilogramm, das Anfang 2020 enthüllte X1 Fold kann jetzt bestellt werden. Zudem gibt es innovative ThinkBooks.

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ThinkPad X1 Fold und ThinkPad X1 Nano

(Bild: Lenovo)

Von
  • Florian Müssig

Lenovo stellt eine Ladung neuer Notebooks vor: Das ThinkPad X1 Fold bleibt knapp unter der 1-Kilo-Marke, das faltbare ThinkPad X1 Fold geht in den Verkauf. Die günstigeren ThinkBook-Notebooks kommen im zweifarbigen Gehäuse und teilweise mit integrierten True-Wireless-Ohrstöpseln daher.

Das ThinkPad X1 Nano wiegt ein knappes Kilogramm.

(Bild: Lenovo)

Lenovo mischt mit den ThinkPad-X1-Modellen Carbon und Yoga seit mehreren Jahren erfolgreich bei hochwertigen Notebooks mit, doch als 14-Zoll-Geräte waren (und sind) sie immer etwas größer und schwerer als die 13,3-Zöller der Konkurrenz. Als Fliegengewichtskonter tritt nun das ThinkPad X1 Nano an – ein 12,5-Zoll-Notebook mit knapp weniger als 1 Kilogramm Gewicht. Der Bildschirm kommt im arbeitsfreundlichen 16:10-Format daher und bietet deshalb dieselbe Bildhöhe wie die X1-14-Zöller mit 16:9-Bildschirmen – das Nano ist also hauptsächlich schmaler geraten.

Im ThinkPad X1 Nano arbeiten Prozessoren der elften Core-i-Generation (Tiger Lake) und nutzt darin enthaltene Schnittstellen wie Thunderbolt 4 oder Wi-Fi 6. Optional lässt sich das X1 Nano mit einem 5G-Mobilfunkmodem bestücken. Der Verkauf soll im vierten Quartal starten; Preise hat Lenovo noch nicht genannt. Wie viele andere ThinkPads wird man das X1 Nano mit vorinstalliertem Windows 10 oder Ubuntu Linux kaufen können.

Das flexible Display des ThinkPad X1 Fold lässt sich wie ein großer oder wie zwei getrennte Bildschirme verwenden.

(Bild: Lenovo)

Lenovo zeigte das erste faltbare Windows-Gerät ThinkPad X1 Fold bereits seit vergangenem Jahr auf Hausmessen und hat es zum Jahresbeginn offiziell vorgestellt – doch kaufen konnte man es bislang nicht. Das ändert sich jetzt: Lenovo nimmt ab sofort Bestellungen entgegen, die Auslieferung soll Ende Oktober beginnen. Die Preise beginnen bei happigen 2800 Euro; Zubehör wie eine auflegbare Tastatur kostet extra. Nach dem Samsung Galaxy Book S ist das X1 Fold erst das zweite Gerät überhaupt, in dem Intels hybride Lakefield-Prozessoren zum Einsatz kommen.

Lenovo hat nach eigenen Angaben die Zeit zwischen Ankündigung und Verkaufsstart für Feinschliff genutzt. So habe man nach dem Feedback von ersten Testern das Scharnier optimiert, sodass es sich nun besser anfühlt und bisher nicht vorgesehene, aber gewünschte Aufklappwinkel zulässt. Das flexible OLED-Display wurde mit Karbonplatten an der Rückseite stabilisiert, die vormals am Gerät befestigte Schlaufe für den Stift ist nun an der Tastatur angebracht.

Die Mainstream-Notebook-Linie ThinkBook bekommt in ihrer zweiten Gerätegeneration das obligatorische Upgrade auf Intels elfte Core-i-Generation (Tiger Lake), doch die Baureihen ThinkBook 14 Gen 2 und ThinkBook 15 Gen 2 gibt es parallel auch mit AMDs Ryzen-4000-CPUs. Die Intel-Versionen starten im November zu Preisen ab 700 Euro, die AMD-Varianten einen Monat später zu Preisen ab 650 Euro.

Das ThinkBook 13s Gen 2 i bekommt man ausschließlich mit Intel-Prozessoren. Es bietet alle Premium-Annehmlichkeiten wie Thunderbolt 4 und dem 16:10-Bildschirm, die Preise beginnen allerdings schon bei vergleichsweise niedrigen 820 Euro. Der Verkaufsstart ist Ende November.

Ein blaues Gehäuse gibt es nur beim ThinkBook 14s Yoga i.

(Bild: Lenovo)

Das ThinkBook 14s Yoga i bringt als einziges ThinkBook nicht nur 360-Grad-Scharniere und damit verbunden die Nutzungsmöglichkeit als Tablet mit sich, sondern auch einen exklusiven Farbton: Lenovo spendiert ihm ein Gehäuse mit zwei Blautönen. Alle anderen ThinkBooks (und auch Wunsch auch das Yoga) sind in dezenterem Grau gehalten; eine Deckelaußenseite mit zwei Farbtönen gibt es in der 2020er-Generation überall.

Manche Ausstattungsvarianten des ThinkBook 15 Gen 2 i haben einen Einschub mit True-Wireless-Ohrstöpseln.

(Bild: Lenovo)

Der größte Vertreter ThinkBook 15 Gen 2 i bringt in manchen Ausstattungsvarianten einen besonderen Schacht mit sich: In einem von außen zugänglichen Einschub findet man ein Paar True-Wireless-Kopfhörer, sodass man die Ohrstöpsel für die dieser Tage obligatorischen Videokonferenzen immer dabei hat. Sie werden in dem Schacht geladen und nehmen per Bluetooth auch Kontakt zu anderen Geräten auf – gleichzeitig lassen sie sich aber immer nur mit einer Gegenstelle koppeln.

Der Ohrstöpsel-Einschub ist nicht bei allen Modellen an Bord: Alternativ verwendet Lenovo den Bauraum, um das Notebook mit einer zweiten SSD oder HDD im 2,5-Zoll-Format zu bestücken – dann ist der Schacht freilich nicht von außen zugänglich. Der Verkauf des ThinkBook 15 Gen 2 i soll im November zu Preisen ab 700 Euro starten.

(mue)