Neue Musiksynthesizer-ICs von SSI

Sound Semicondutor Inc. hat ein neues VCO-IC im Programm: Der SSI2131 ist besonders stimmstabil und kommt im lötfreundlichen SO16-Gehäuse.

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Von
  • Carsten Meyer

Seit einiger Zeit erleben analoge Synthesizer, vor allem in modularer Form, ein echtes Revival; in der Folge wurden sogar spezielle Synthesizer-ICs neu aufgelegt, etwa einige Bauteile des ehemaligen Herstellers Curtis (CEM33xx-Serie), die nun von der Firma OnChip Systems in Lettland gefertigt werden. Der kalifornische Hersteller Sound Semicondutor Inc. geht allerdings einen anderen Weg: Deren Designer Derek Bowers hat einen integrierten 1V/Oktave-VCO von Grund auf neu konzipiert.

Der Aufbau eines stabilen 1V/Oktave-VCOs wird mit dem SSI2131 enorm erleichtert.

Als Ableger des kürzlich erschienenen SSI2130 bringt Sound Semiconductor nun den kleineren SSI2131 heraus. Der VCO hat einen Tonumfang von 10 Oktaven und basiert auf einem stromgesteuerten Dreieck-Generator, dem ein temperaturkompensierter Exponentiator vorgesetzt ist; aus der Dreieck-Wellenform erzeugt er Sägezahn- und Rechteckschwingungen mit variablem Puls/Pause-Verhältnis (PWM). Auf den Sinus-Shaper und die Mischer-VCAs des SSI2130 (im wenig Maker-freundlichen QFN32-Gehäuse) muss er allerdings verzichten, ebenso auf die für die FM-Synthese bisweilen benötigte Through-Zero-Frequenzmodulation, bei der sich die Phase des Ausgangssignals bei negativer Modulation umkehrt.

Dafür wird er im auch für SMD-Anfänger leicht handzuhabenden SO16-Gehäuse mit 1,27mm Beinchen-Abstand geliefert. Einen Preis nannte der Hersteller noch nicht, er sollte aber im einstelligen Euro-Bereich liegen, da der komplexere SSI2130 rund 7 Euro kostet. Im Programm von SSI finden sich übrigens noch weitere Leckerbissen, etwa ein würdiger Nachfolger des SSM2044-Filter-ICs oder ein universeller Vierfach-VCA-Baustein.

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