Neue iMacs: Mehr Leistung, SSDs verdrängen magnetische Festplatten

Apples neuer 5K-iMac soll deutlich leistungsfähiger sein. Standardmäßig kommen alle iMacs endlich mit SSD und T2-Chip – bleiben aber im alten Gehäuse.

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(Bild: Apple)

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Von
  • Leo Becker

Apple hat am Dienstag seine All-in-One-Modellreihe aktualisiert. Umfassende Neuerungen erhält der 27" iMac mit 5K-Display: Er ist jetzt mit Intel-Prozessoren der aktuellen 10. Generation ausgerüstet, im Einstiegsmodell für gut 2000 Euro arbeitet ein Sechskernprozessor mit einer Taktung von 3,1 GHz und einem Turbo Boost bis zu 4,5 GHz, das Spitzenmodell (gut 2500 Euro) liefert Apple mit Achtkernprozessor mit 3,8 GHz (Turbo Boost bis zu 5 GHz) aus.

Zum ersten Mal bietet der Hersteller auch einen Intel Core i9 mit 10 Kernen als Option gegen Aufpreis an, der je nach Konfiguration von 500 bis gut 600 Euro reicht und bis zu 65 Prozent mehr Prozessorleistung bieten soll im Vergleich zum Vorjahres-Spitzenmodell mit acht Kernen.

Sieht aus wie immer – der neue 27" iMac.

(Bild: Apple)

Im neuen 27" iMac stecken weiter Grafikchips von AMD: entweder eine Radeon Pro 5300 mit 4 GByte GDDR6-Speicher oder eine Radeon Pro 5500 XT mit 8 GByte GDDR6-Speicher. Radeon Pro 5700 und 5700 XT bietet Apple optional beim Spitzenmodell zur Konfiguration an. Die großen iMacs sind mit 8 GByte Arbeitsspeicher ausgerüstet, lassen sich aber weiterhin vom Nutzer frei aufrüsten. Auch Apple bietet nun eine Maximalkonfiguration mit 128 GByte RAM an, veranschlagt dafür aber fast 3200 Euro Aufpreis, bislang waren offiziell maximal 64 GByte unterstützt.

Das 5K-Display gibt es jetzt auf Wunsch für zusätzliche gut 600 Euro in einer matten Ausführung mit "Nanotexturglas", ähnlich wie Apple es bereits beim Pro Display XDR anbietet. Erstmals lässt sich der 27" iMac zudem mit 10-Gigabit-Ethernet (Aufpreis 121,80 Euro) statt Gigabit-Ethernet bestellen. Die Anschlüsse auf der Rückseite bleiben ansonsten unverändert: Neben zweimal USB-C (Thunderbolt 3) gibt es also weiter vier große USB-A-Ports und einen SDXC-Kartensteckplatz sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. WLAN bleibt auf 802.11ac beschränkt, Support für Wi-Fi 6 fehlt. Im 21,5"-iMac setzt Apple weiter auf Bluetooth 4.2, im 27"-iMac auf Bluetooth 5.0.

Die integrierte Webcam ("FaceTime HD Kamera") bietet erstmals eine Auflösung von 1080p. Auch bei den integrierten Lautsprechern und Mikrofonen verspricht Apple hörbare Verbesserungen.

In allen iMacs – auch dem kleineren 21,5"-Modellen – hat Apple nun standardmäßig SSDs integriert – im Spitzenmodell mit bis zu 8 TByte. Bisher führte das Unternehmen tatsächlich noch Modelle mit langsamen magnetischen Festplatten (5400rpm) im Programm. Das Fusion Drive – eine Kombination aus kleiner SSD und großer Festplatte – wird als Option bei den 21,5"-Einstiegsmodellen weiter geführt.

Zusammen mit dem großen SSD-Umstieg hält Apples Sicherheitschip T2 im iMac Einzug. Er dient als Speicher-Controller, sorgt für einen abgesicherten Boot-Vorgang und übernimmt Verschlüsselungsaufgaben sowie weitere Funktionen bis hin zum Bildsignalprozessor. Andere Neuerungen gibt es bei den 21,5"-iMacs sonst nicht, sie werden mit älteren Intel-Prozessoren der 7. respektive 8. Generation weiter angeboten – ab rund 1260 Euro. Der iMac Pro wird ab sofort als Basismodell mit 10-Kern-Xeon statt 8-Kern-Xeon ausgeliefert, der Einstiegspreis liegt derzeit bei 5360 Euro.

Die Vorderseite der iMacs ist inzwischen seit über einem Jahrzehnt unverändert. Es wird vermutet, dass Apple an einer umfassenden Neugestaltung des Gehäuses arbeitet, auch über ein neues 23"-Modell gibt es Spekulationen. Möglicherweise hat Apple ein größeres Redesign aufgeschoben bis hauseigene ARM-basierte Prozessoren für den All-in-One-Mac fertig sind.

[Update 5.8.2020 12:20 Uhr] In der Meldung wurde korrigiert, dass der neue iMac weiter auf Bluetooth 4.2 setzt, das gilt nur für das 21,5"-Modell. Der 27"-iMac kommt mit Bluetooth 5.0.

(lbe)