Neuer Patentantrag: Apple gibt die Touch Bar nicht auf

Sie ist bei vielen Nutzern unbeliebt, doch die OLED-Funktionstastenleiste im MacBook Pro wird wohl bleiben. Apple experimentiert sogar mit neuen Funktionen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 66 Beiträge

Die Touch Bar, wie man sie aktuell kennt.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple plant offenbar, die im MacBook Pro verbaute Touch Bar mit neuen Funktionen auszustatten. Zumindest arbeiten die Techniker des Konzerns an entsprechenden Ideen für die Erweiterung der OLED-Funktionstastenleiste. Das geht aus einem frisch veröffentlichten Patentantrag beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) hervor, den Patently Apple entdeckt hat.

In der Schrift, deren Titel "Force Sensor and Coplanar Display" lautet, geht es um die Integration neuer Sensoren in die Touch Bar. Aktuell handelt es sich hierbei "nur" um ein schmales Touchscreen-Display, auf das Apple verschiedene Systemfunktionen legt – etwa die Steuerung der Medienwiedergabe. Zudem können Apps wichtige Features hier ablegen, beispielsweise einen Scrubber für Videoschnittprogramme oder gar eine Scratch-Möglichkeit in DJ-Apps. Geht es nach dem Patentantrag, könnte hier künftig eine Force-Touch-Erkennung hinzukommen, also das Detektieren des Drucks, mit dem der Finger auf der Touch Bar liegt.

Force Touch – auf dem iPhone auch 3D Touch genannt – ist ein Feature, das Apple einst im iPhone und der Apple Watch verbaut hatte, mittlerweile aber entfernt hat. So konnte man auf der Computeruhr fest drücken, um ein Untermenü aufzurufen, ähnliches war auf dem iPhone möglich. Die notwendige Sensorik ist nun nicht mehr in den Geräten enthalten, stattdessen wird nur noch die Länge des Drucks überwacht. Eine Touch Bar mit Force Touch könnte verschiedene Zusatzfunktionen erlauben – vom Aufrufen eines Untermenüs bis hin zur Steuerung von Programmfunktionen. Das Patent wurde im vergangenen Jahr beantragt und ist vom USPTO nun durchgewunken worden.

Nutzerseitig ist die Touch Bar umstritten. Zuletzt hatte Apple sogar einen Rückzieher gemacht und die Escape-Taste bei Macs mit Scherenmechanik, die nun wieder standardmäßig verbaut wird, wieder physisch implementiert – vorher war sie Teil der Touch Bar. Auch die Nutzung der OLED-Funktionstastenleiste durch Programme bleibt bescheiden. Besonders Profis neigen dazu, die Touch Bar auf eine Einstellung festzuschreiben, damit sie auch auf dieser blind tippen können. (bsc)