Neuer iMac: Nutzer klagen über Grafikfehler

Im Zusammenhang mit einer bestimmten GPU kommst es zu Darstellungsproblemen. Ob sich das Problem per Update lösen lässt, ist unklar.

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Apples Intel-iMac von 2020.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Seit mehreren Wochen gibt es Nutzerberichte, dass Apples erst im August überholter iMac in bestimmten Konfigurationen unter Grafikfehlern leiden kann. Betroffen zu sein scheint das mit aufgemöbeltem Innenleben ausgerüstete 27-Zoll-Modell in der Variante mit der schnellsten Grafikkarte, der Radeon Pro 5700 XT mit 16 GByte großem GDDR6-Grafikspeicher von AMD. Apple verlangt für diese – ausgehend von der Grundkonfiguration – aktuell einen Aufpreis von 609 Euro.

Im Forum von MacRumors hat sich mittlerweile ein fast 60-seitiger Thread entwickelt. Demnach treten ab und zu horizontale weiße Linien auf, die sehr schnell wieder verschwinden und an unterschiedlichen Bereichen des Bildschirms auftauchen können. Der Rechner ist dabei im Normalbetrieb, es ist kein externes Display angeschlossen und die Last ist weder bei den Prozessoren noch bei der GPU hoch.

Das Problem tritt zu unterschiedlichen Zeiten den Tag über auf, manche Betroffene sprechen davon, es zunächst nicht bemerkt zu haben, weil die "Blitze" wirklich sehr kurz auftreten. Einige Nutzer nahmen Veränderungen an den Auflösungseinstellungen vor und konnten das Problem so offenbar zumindest abmildern – angeblich hilft, einen skalierten Modus zu verwenden.

Laut einer Umfrage im MacRumors-Forum sind über 50 Prozent der User in dem Thread betroffen, die eine 5700XT verwenden. 20 Prozent sehen den Fehler nicht. Andere Grafikkarten scheinen das Phänomen nicht zu zeigen. Schon früher gab es Grafikfehler bei Apple-Geräten – etwa MacBook-Pro-Modelle. Diese konnte Apple bislang stets per Software-Update beheben.

Aktuell werden von dem Konzern noch keine Angaben zu dem Fehler gemacht. Warum das Aufblitzen nur bei der teuersten Grafikkarte auftritt, ist ebenso unklar. Womöglich handelt es sich um ein Treiberproblem; von einem Hardwaredefekt wird derzeit nicht spekuliert. Für den 27-Zoll-iMac mit der Radeon Pro 5700 XT zahlt man aktuell mindestens 2.533,45 Euro – mit Standardglas, 3,8-GHz-8-Kern-Intel-Core-i7-Chip, 8 GByte Arbeitsspeicher (DDR4) und 512 GByte großer SSD.

Mac & i hat den neuen iMac erst kürzlich getestet – das ausführliche Review lesen Sie bereits mit heise+. (bsc)