Neues Blackberry 5G: Smartphone vielleicht, Blackberry wohl nicht

Die Chancen, dass das vom US-Startup OnwardMobility angekündigte Blackberry 5G noch kommt, stehen schlecht. Offenbar hat Blackberry die Lizenz entzogen.

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Zwei klassische BlackBerrys

Nicht nur, aber auch wegen der Hardware-Tastatur waren die Blackberrys als E-Mail-Maschinen beliebt.

(Bild: Volker Weber)

Von
  • Volker Briegleb

Der Plan eines US-Startups, ein neues Blackberry-Smartphone mit 5G auf den Markt zu bringen, ist offenbar gescheitert. Medienberichten zufolge wird der zunächst für 2021 angekündigte Blackberry-Nachfolger nicht mehr erscheinen. Nach einigen Verzögerungen im vergangenen Jahr sei dem Projekt nun die Lizenz für die Marke Blackberry entzogen worden.

Das kleine US-Unternehmen OnwardMobility hatte im August 2020 angekündigt, an einem neuen Blackberry mit 5G zu arbeiten. Der Hersteller hatte dafür nach eigenen Angaben von Blackberry eine Lizenz für die Nutzung der Marke und weiterer Rechte geschlossen. OnwardMobility wollte Produktplanung und Marketing übernehmen, für die Entwicklung und Fertigung des Geräts war die Foxconn-Tochter FIH Mobile als Partner an Bord.

Weitere Informationen über das Projekt blieb OnwardMobility schuldig. "Man darf einen 5G-Blackberry im ersten Halbjahr 2021 erwarten", versprach das Unternehmen gegenüber heise online. Viel hat man seither nicht mehr gehört vom neuen Blackberry. Im Januar 2021 vermeldet das Unternehmen, zwei Branchenveteranen für den Vertrieb in Europa und an Regierungsorganisationen verpflichtet zu haben. Zu verkaufen haben die aber offenbar bisher nichts.

Dass sich Start-ups mit komplexen Hardware-Projekten gerne mal übernehmen, ist allerdings keine Überraschung. Addiert man zu den "normalen" Schwierigkeiten eine globale Pandemie und unterbrochene Lieferketten, scheint die Verspätung eines so ambitionierten Projekts nahezu vorprogrammiert. Allerdings darf ernsthaft bezweifelt werden, dass dieses Blackberry 5G noch das Licht der Welt erblickt.

So berichten Android Police und CrackBerry unter Berufung auf Branchenkreise, dass Blackberry seine Smartphone-Vergangenheit endgültig hinter sich lassen wolle. Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs von zahlreichen Patenten für Smartphone-Technologien habe das kanadische Unternehmen auch die Lizenz für OnwardMobility zurückgezogen. Beide haben sich dazu nicht geäußert.

Dabei hatte OnwardMobility erst Anfang Januar ein Lebenszeichen von sich gegeben. "Entgegen der landläufigen Meinung sind wir nicht tot", heißt es auf der Website des Herstellers. Das Unternehmen räumt ein, dass es der Öffentlichkeit ein paar Informationen schuldet und gelobt Besserung. Fragen über das "ultra-sichere 5G-Business-Smartphone (immer noch mit Tastatur!), das wir auf den Markt bringen", sollen beantwortet werden. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ein Wort in dieser Meldung nicht vorkommt: "Blackberry".

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(vbr)