Neues Normal: Tim Cook stellt sich "Hybrid-Arbeit" bei Apple vor

Der Konzernboss glaubt, dass echte Innovation nur geht, wenn man sich auch ab und zu trifft. Dennoch soll Heimarbeit auch nach der Pandemie weitergehen.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 41 Beiträge
Apple Park

Im Apple Park spielt sich alles wichtige für den iPhone-Hersteller ab – normalerweise.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple wird selbst nach Auflösung von Lock- und Shutdown aufgrund der aktuellen Corona-Impfkampagne in den USA weiterhin eine Mischung aus Heim- und Büroarbeit praktizieren. Das kündigte Konzernchef Tim Cook in einem Interview mit dem amerikanischen Promi-Magazin People an. Apple habe gelernt, dass es Dinge gibt, die problemlos virtuell über Plattformen wie Zoom, WebEx oder Apples hauseigenes FaceTime abgewickelt werden könnten. Daher denke er, dass man "für eine kleine Weile" in einer sogenannten Hybrid-Umgebung arbeiten werde. Wie lange diese Weile dauern wird, bleibt unklar.

heise jobs – der IT-Stellenmarkt

Zu Arbeitsplätzen und Stellenangeboten in der IT-Branche siehe auch den Stellenmarkt auf heise online:

Cook glaubt allerdings auch daran, dass Innovation mehr ist als Heimarbeit. Die sei "keine geplante Aktivität". Sie habe mit dem zufälligen Aufeinandertreffen von Personen während des Tages zu tun, um Ideen, die man gerade entwickelt habe, voranzubringen. "Und dafür muss man einfach zusammen sein." Apple hatte seinen neuen Campus, den Apple Park, spezifisch dafür entwickelt, dass solche Zufallsbegegnungen erleichtert werden.

Dennoch, so der Apple-Chef, sei Apple in der Homeoffice-Zeit innovativ geblieben. Er nannte das iPhone 12 mit 5G-Chips ebenso wie die neuen M1-Macs mit komplett neuem Prozessor, die Apple beide 2020 angekündigt und auf den Markt gebracht hatte. "Das sind große, große Leistungen", so Cook. Apple habe sich dazu "neu erfinden" müssen, um Arbeit auch aus der Ferne zu leisten. Er selbst könne es kaum erwarten, dass die Apple-Mitarbeiter an ihre Arbeit zurückkehren.

In dem Interview beantwortete Cook auch einige kurze Fragen zu seinem aktuellen Alltag. Er geht demnach um halb 10 Uhr am Abend bereits ins Bett, um 4 Uhr morgens aufzustehen. Kaffee und sein iPhone seien lebenswichtig, privat steht er per FaceTime mit seinem Neffen in Verbindung. Über Cooks Privatleben ist kaum etwas bekannt. Der Apple-Chef hat keine Kinder und soll recht bescheiden leben. Ob er als offen schwuler Mann einen Partner hat, ist ebenfalls bislang noch nicht durchgesickert. Oft wird behauptet, Cook lebe hauptsächlich für Apple.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

(bsc)