Neuzulassungen von Autos um 35 Prozent zurückgegangen, E-Autos boomen

Chipmangel und Produktionskürzungen: Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben die Zulassungen neuer Autos in Deutschland um knapp 35 Prozent abgenommen.

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Elektroautos, wie dieser Mazda MX-30 (Test), machen fast 18 Prozent der Neuzulassungen aus.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

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  • dpa

Auf die deutschen Straßen kommen immer weniger Neuwagen. Angesichts von Chipmangel und Produktionskürzungen in den Werken ging die Zahl der Neuzulassungen im Oktober weiter zurück. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt heute in Flensburg mitteilte, wurden 179.683 Pkw zugelassen. Das waren knapp 35 Prozent weniger als im Oktober 2020.

Rückläufig waren die Zahlen demnach in allen Segmenten, außer bei Wohnmobilen und in der Oberklasse. Seit Jahresbeginn wurden damit knapp 2,2 Millionen Autos neu zugelassen, das sind 5,2 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des relativ schwachen Vorjahres.

"Die Talfahrt des deutschen Pkw-Marktes hat sich im Oktober weiter verschärft", hieß es vom Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller. Hintergrund seien weltweite Produktionsengpässe. Auch in den deutschen Werken ging die Produktion weiter zurück, vor allem weil Halbleiterbauteile fehlen, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte. 237.000 Autos liefen noch vom Band, 37 Prozent weniger als im Oktober 2020.

Auch der Gebrauchtwagenmarkt schrumpft. 5,7 Millionen wurden in den ersten zehn Monaten verkauft, 3,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Oktober lag das Minus bei gut 16 Prozent.

Unterdessen ist der Anteil der Elektroautos so hoch wie nie. 17,1 Prozent der neu zugelassenen Pkw waren im Oktober batterieelektrische Autos. Das entspricht dem Anteil der im Oktober zugelassenen Autos mit Dieselmotor. Dazu kommen noch 13,3 Prozent Plug-in-Hybride.

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(fpi)