Nextcloud Hub 19: Neue Security-Funktionen und Office-Arbeit in Videokonferenzen

Im neuen Nextcloud-Release finden sich viele Funktionen für den Administrator und für Nutzer – mit wichtigen Sicherheitsupdates und der neuen Talk-Version.

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Chatten und schnell ein Dokument gemeinsam bearbeiten – mit Nextcloud 19 funktioniert das mit wenigen Klicks.

(Bild: Nextcloud GmbH)

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"home office" hat Nextcloud Version 19 seiner freien Cloud-Software getauft, die ab sofort verfügbar ist. Das neue Hub-Release umfasst passend zum Namen eine wichtige Funktion für den vereinfachten externen Zugriff: Mit ihr können Nutzer auf Wunsch künftig ohne Kennwort auf die Umgebung zugreifen. Die Authentifizierung geschieht in diesem Fall ausschließlich über einen Hardware-Schlüssel und basiert auf dem W3C-Standard WebAuthn.

Hinzu kommen neue Sicherheitseinstellungen für den Systemverwalter: Auf Wunsch meldet Nextcloud inaktive Nutzer nach einer zuvor definierten Zeitspanne automatisch ab. Auch lässt sich festlegen, ob und wann ein Kennwort abläuft. Außerdem sperrt die Software optional den Zugang eines Anwenders, wenn er sein Passwort zu oft – zum Beispiel fünfmal – falsch eingegeben hat. Mit diesen Funktionen zielt Nextcloud ebenfalls auf Institutionen mit strengen Compliance-Richtlinien ab, darunter den Gesundheitsbereich.

Administratoren können außerdem Gäste einer Gruppe zuweisen. So können externe Nutzer zum Beispiel ausschließlich mit Mitgliedern dieser Gruppe, aber keinen anderen Anwendern Dateien austauschen.

Im neuen Release ist außerdem Talk 9 enthalten, das Nextcloud bereits Ende Mai vorstellte. Mit dem nun ebenfalls als Open-Source-Software freigegebenen High-Performance Back-End lassen sich Videokonferenzen mit bis zu 50 Teilnehmern durchführen, das Standardprogramm können künftig maximal 10 Anwender gleichzeitig nutzen. Des Weiteren haben die Entwickler die Apps für Smartphones aktualisiert.

Eine weitere wichtige Änderung für Talk ist, dass Nutzer nun Dokumente während einer Videokonferenz oder in einem Chat gemeinsam bearbeiten können. Nextcloud Hub 19 umfasst hierfür bereits Collabora Online, das jedoch ausschließlich für den Einsatz bei Endanwendern ausgelegt ist. Der Grund: Aufgrund der einfacheren Installation ließe sich die Software nicht für den Einsatz durch viele Anwender skalieren.

Weitere Arbeit ist in die Kanban-Tafel Deck und die Leistung der Server-Software geflossen. Alle Details zum neuen Nextcloud-Release finden Leser im zugehörigen Blogeintrag. Nextcloud Hub 19 erscheint als freie Software unter der Open-Source-Lizenz AGPL. Für den Unternehmenseinsatz bieten die Entwickler darüber hinaus eine Enterprise-Variante mit zusätzlichen Funktionen und kommerziellem Support an.

(fo)