Nicht abgeschrieben: Skype erhält ein allumfassendes Redesign

Microsoft kündigt ein umfangreiches Skype-Update an – mit farbenfroher Benutzeroberfläche und besserer Performance.

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(Bild: Microsoft)

Von
  • Michaela Gebauer

Modern, leistungsstark und übersichtlich: Das neue Mantra der Skype-Entwickler ist Minimalismus. Benutzer können sich auf ein allumfassendes Redesign einstellen, das Ende des Jahres erscheint. Im Vergleich Microsofts hauseigenem Konkurrenten Teams bietet Skype zwar weniger Funktionen – lässt sich aber dank Link-Sharing und Web-Anwendung ohne Anmeldung verwenden. Auf Firefox läuft's aber noch nicht.

Die Performance von der Desktop-Clients von Skype soll sich um 30 Prozent verbessern. Microsoft gibt allerdings keine konkreten Hinweise darauf, wie genau sich dieser Leistungsgewinn auswirkt. Android-Nutzer können laut Ankündigung gar eine Leistungsverbesserung von mehr als 2000 Prozent erwarten.

Skype läuft auf dem Computer und auf dem Smartphone.

(Bild: Microsoft)

Da Videos bei der Telefonie eine zentrale Rolle einnehmen, erhalten sie künftig eine prominentere und größere Position. Auch beim Teilen von Bildschirmen sollen die Videos mehr Platz einnehmen. Zudem ist nun die eigene Übertragung direkt neben den anderen Teilnehmern zu sehen. Um Bandbreite zu sparen, kann man die Videofunktion aber auch abschalten. Nutzer, die nur per Sprache an einem Gespräch teilnehmen, werden zwar groß angezeigt – sind aber ausblendbar.

Skype kommt mit neuen Themes.

(Bild: Microsoft)

Wer keinen Desktop-Client installieren und ein Konto anlegen will, kann mit Meet Now direkt telefonieren. Die zugehörige Lobby erhält ein Redesign und eine Preview-Funktion. Ferner will Microsoft den Browser-Support deutlich ausbauen: Skype soll künftig auf allen Browsern funktionieren. Bislang listet der Anbieter seinen eigenen Edge sowie Chrome, Safari und Opera auf.

Dennoch bleibt die Frage zur Zukunft von Skype. Während der Instant-Messaging-Dienst in den 2000er-Jahren so beliebt war, dass man sogar das Verb "skypen" in die Allgemeinsprache aufgenommen hat, sind die Zeiten nun vorbei – zumindest in Unternehmen. Hier haben Teams und Zoom übernommen, auch wenn Skype for Business weiterhin existiert. Mit dem Redesign scheint Microsoft jedoch vor allem Endanwender ansprechen zu wollen, wie zumindest die Screenshots nahelegen.

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(mig)