Nicht-einvernehmliche Sexvideos: 34 Frauen verklagen Pornhub-Firma

Eine Klage in Kalifornien wirft dem Pornhub-Konzern vor, mit dem Missbrauch in Videos wissentlich Profit zu erzielen. Die Firma weist den Vorwurf zurück.

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(Bild: Shutterstock/Empirephotostock)

Von
  • dpa

Mehr als 30 Frauen gehen gegen nicht-einvernehmliche Sexvideos auf der Pornoseite Pornhub vor. Sie verklagen die Muttergesellschaft Mindgeek, der mehr als 100 Websites mit pornografischen Inhalten gehören. "Die Klage wirft vor, dass Pornhub und MindGeek wissentlich von Videos profitiert haben, die Vergewaltigung, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Rachepornos, Menschenhandel und andere nicht einvernehmliche sexuelle Inhalte zeigen", teilte die Kanzlei Brown Rudnick am Donnerstag im Auftrag der Klägerinnen mit.

Die Firma mit Büros unter anderem in Los Angeles, Montreal und Luxemburg wies die Vorwürfe bezüglich der kriminellen Natur des Unternehmens als "absurd" zurück. "Pornhub toleriert keine illegalen Inhalte und untersucht alle Beschwerden oder Anschuldigungen zu Inhalten auf unseren Plattformen", hieß es in einer Mitteilung.

"Hier geht es um Vergewaltigung, nicht um Pornografie. Es geht um Vergewaltigung und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Es geht um Vergewaltigung und sexuelle Ausbeutung von Männern und Frauen", heißt es in der Klage (Fall 2:21-cv-04920), die bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht wurde. Pornhub und andere Seiten hätten den Missbrauch zehntausender Menschen dafür benutzt, um Profit zu machen.

Pornhub und andere MindGeek-Seiten sind seit geraumer Zeit unter Druck, seitdem Berichte über Videos von Minderjährigen für Empörung gesorgt hatten. Die Folgen waren unter anderem, dass Visa und Mastercard die Zusammenarbeit mit Pornhub aufkündigten. Die Betreiber erklärten, Millionen Videos entfernt zu haben.

(tiw)