No Code: Google AppSheet nutzt Machine Learning zur Automatisierung

Google erweitert seine No-Code-Plattform AppSheet um Funktionen der Document AI für die Automatisierung von Geschäftsprozessen

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Von
  • Robert Lippert

Google baut seine auf Geschäftsanwender zugeschnittene No-Code-Plattform AppSheet weiter aus. Zum Entwickeln einfacher Web- und mobiler Apps können Anwender auf KI-gestützte Funktionen zurückgreifen, die strukturierte Daten in unstrukturierten Dokumenten erkennen und extrahieren sollen. Technisch steckt dahinter Googles Document-AI-Plattform. Sie stellt eine API bereit, mit der Nutzer auf Parser, Tools und angelernte Machine-Learning-Modelle für die Analyse und Auswertung von Rechnungen oder Steuerdokumenten zugreifen können.

Für AppSheet hat Google die Technologie jetzt so weit herausgearbeitet, dass Anwendern auch ohne spezifisches Development-Know-how (Google nennt sie "Citizen Developer") über einen No-Code-Ansatz die Automationen entsprechender Geschäftsprozesse möglich ist. Die Software bietet dafür einen visuellen Editor mit vorbereiteten Komponenten für Views und Programmabläufe, aus denen sich per Drag-and-Drop schrittweise mobile und Web-Apps erstellen lassen.

AppSheet Automation steht Nutzern bereits seit September 2020 in einer Early-Access-Variante zur Verfügung und erlaubt den Zugriff auf eine ganze Reihe externer Datenquellen, darunter Salesforce, MySQL, Dropbox, AWS DynamoDB und die G Suite (heute Google Workplace). Das nun offiziell vorgestellte GA-Release der Software (General Availability) ergänzt die Datenquellen um Google Sheets und Google Drive. Langfristig sei auch eine Integration in Gmail geplant.

Google gibt einen Ausblick auf die geplante Integration von AppSheet in Gmail.

(Bild: Google)

Google hat AppSheet 2020 als Produkt vom gleichnamigen Anbieter für einen nicht näher genannten Betrag übernommen und in sein Cloud-Portfolio integriert. Kurz darauf folgte das Ende der zuvor angebotenen Low-Code-Plattform App Maker. AppSheet zielt auf das Erstellen von Multi-Plattform-Apps und soll mit der Document-AI-gestützten Verarbeitung von Dokumenten und diversen Schnittstellen zu externen Datenquellen punkten, die Anwender ohne Programmierkenntnisse nutzen können.

Promotion-Video für den Einstieg in die No-Code-Entwicklung mit AppSheet

Weitere Details finden sich im Google-Cloud-Blog. Die Preise für das Produkt beginnen ab 5 US-Dollar pro Nutzer und Monat. In Sachen Datenschutz verweist das Unternehmen auf seine üblichen Rahmenbedingungen, wie sie unter anderem für die Google Cloud gelten, unter deren Marke AppSheet integriert ist – Nutzer sind also gut beraten, sich vor der Integration von Datenquellen ihrer Datenverantwortlichkeit bewusst zu sein. Interessierte können AppSheet vor dem Kauf kostenfrei einrichten und die Plattform mit bis zu zehn Test-Usern ausprobieren.

(rme)