NoSQL: Microsoft gibt Quellcode für Extensible Storage Engine frei

Teile des Codes der NoSQL-Datenbank hat das Unternehmen auf GitHub veröffentlicht. Codekommentare hält Microsoft zunächst für eine interne Prüfung zurück.

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(Bild: pio3/Shutterstock.com)

Von
  • Madeleine Domogalla

Microsoft stellt der Allgemeinheit Schritt für Schritt den Quellcode für die Extensible Storage Engine (ESE), eine NoSQL-Datenbank, auf GitHub zur Verfügung. Bereits seit rund 25 Jahren kommt die ESE zum Einsatz, erstmals unter Windows NT 3.51.

Die Engine findet auf Windows-Client-Computern unter Windows 10 bis zurück zu XP Verwendung. Sie läuft auf Office 365 Mailbox Storage Backend-Servern und wird vor allem von Microsoft Exchange verwendet. Auch die Nutzung des ESE beim Verzeichnisdienst Active Directory und dem Desktop-Suchprogramm Windows Search macht die NoSQL-Datenbank zu einem wichtigen Bestandteil von Windows.

Interessierte haben via GitHub Zugriff auf die bereits veröffentlichten Teile des Quellcodes. Über die Jahre gesammelte Quelltextkommentare sowie ESE-Testfälle hat das Unternehmen vorerst entfernt. Erst nach einer genauen Prüfung möchte Microsoft die Kommentare für ein besseres Verständnis der Code-Teile veröffentlichen. Darüber hinaus kündigt das Unternehmen die Bereitstellung diverser Buildfiles zu Testzwecken an.

Nach dem Debüt mit Windows NT 3.51 setzte das Unternehmen die NoSQL-Datenbank in Exchange 4.0 ein. In den 90er-Jahren wurde der Code der Engine zweimal überarbeitet und in den darauffolgenden zwei Jahrzehnten immer wieder mit Updates aktualisiert. Heute ist die Extensible Storage Engine ein Kernstück von Microsofts Software-Palette.

Nähere Informationen zur ESE finden sich in einem von Microsoft angelegten Wikipedia-Eintrag sowie in der Dokumentation zur Datenbank. Der Quellcode liegt bei GitHub.

(mdo)