Nokia will LTE-Technik für den Mond entwickeln

Nokia will ein LTE-Netz zur Kommunikation auf dem Mond aufbauen. Das Projekt wird von der NASA mit 14,1 Millionen US-Dollar gefördert.

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Heißt es bei der nächsten Mondlandung vielleicht "WhatsApp statt Hasselblad"?

(Bild: NASA / Neil A. Armstrong)

Von
  • Merlin Schumacher

Die US-amerikanische Tochter des Netzausrüsters Nokia hat 14,1 Millionen US-Dollar Förderung zum Aufbau eines LTE-Netzes erhalten, das auf dem Mond arbeiten soll. Die Förderung ist Teil eines Pools von 370 Millionen US-Dollar, den die NASA an Firmen verteilt hat, die Techniken für das Mondprogramm Artemis entwickeln und verbessern sollen. Geplant ist, dass bis 2024 eine astronautische Mondlandung erfolgt.

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Nokias LTE-Netz soll dabei helfen die Kommunikation auf der Mondoberfläche zu vereinfachen. Es soll die Kommunikation zwischen Basen, Fahrzeugen und Personen auf dem Erdsatelliten einfacher, schneller und zuverlässiger machen als die bisherigen Techniken. „Das System könnte auch um Kommunikation mit Raumschiffen erweitert werden“, teilte NASA-Mitarbeiter Jim Reuter mit.

Das Projekt ist nicht Nokias erstes Streben ins All. Bereits 2018 wollte man eine Mondmission in Zusammenarbeit mit Vodafone und PTScientists (heute PTS) durchführen. Ziel der Mission war es den Apollo 17 Moonbuggy mit einem Rover zu besuchen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten scheiterte das Projekt jedoch. PTS hatte schon ein Jahr zu vor angekündigt ein LTE-Netz auf den Mond bringen zu wollen.

Auch Firmen wie SpaceX oder Lockheed Martin wurden mit Fördergeldern bedacht. So will SpaceX es schaffen 10 Tonnen Flüssigsauerstoff ins All zu befördern. Lockheed Martin beschäftigt sich mit Raumfahrtmissionen, die flüssigen Wasserstoff als Treibstoff nutzen. Auch das beim Handy beliebte induktive Laden wird erforscht: Die Firma Astrobic Technology erhält eine Förderung zur Entwicklung eines Drahtlosladesystems für automatisierte Lander.

Lesen Sie dazu auch den heise online Aprilscherz aus dem Jahr 2005:

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(mls)