Nuki stellt smartes Türschloss in dritter Generation vor

Das Nuki 3 kommt erstmalig in zwei Farben und zwei Versionen. Die Pro-Variante benötigt zudem keine gesonderte WLAN-Bridge mehr.

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(Bild: Nuki)

Von
  • Stefan Porteck

Der österreichische Hersteller Nuki ist schon seit Jahren mit seinen motorisierten Schlössern eine feste Größe im Smart-Home-Bereich. Nun hat das Unternehmen die dritte Generation seines Nuki Smart Lock vorgestellt. Das Nuki 3 und das Nuki 3 Pro werden wie die Vorgänger in der Wohnung über den innen steckenden Türschlüssel geschoben und am Schließzylinder verschraubt oder mit Klebepads an die Schlossblende geklebt. Nachdem das Schloss via Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt wurde, lässt sich die Tür über die Android- und iOS-App per Fingertipp öffnen sowie ver- und entriegeln.

Technisch und optisch gab es bei beiden Modellen einige Veränderungen: Das Standard-Modell des Nuki 3 entspricht vom Funktionsumfang etwa dem bisherigen Nuki 2. Damit es im Hausflur nicht mehr wie ein Fremdkörper wirkt, ist es nicht mehr in Schwarz, sondern in Weiß erhältlich.

Die optional erhältliche WLAN-Bridge gibt es nun auch in Weiß. Sie koppelt sich dauerhaft via Bluetooth mit dem Nuki 3 und bringt es ins Internet. So ermöglicht sie es, auch von Unterwegs aufs Schloss zuzugreifen, wenn keine direkte Funkverbindung zwischen Schloss und Smartphone besteht. Zudem wird die Bridge benötigt, wenn man das Nuki 3 über Alexa, Siri oder den Google Assistant über Sprachbefehle steuern möchte.

Laut Nuki haben bislang rund 85 Prozent der Nutzer auch eine Bridge im Einsatz, weshalb man sich entschieden habe, das WLAN-Modul in ein weiteres Modell namens Nuki 3 Pro zu integrieren. Dieses lässt sich direkt mit dem heimischen Router verbinden und erlaubt dann ebenfalls einen Fernzugriff und die Integration von Sprachassistenten.

Das Nuki 3 gibt es in Weiß. Beim Nuki 3 Pro gehört der Akku-Pack zum Lieferumfang und man kann zwischen Schwarz und Weiß wählen.

Da WLAN mehr Strom verbraucht als Bluetooth, gibt es das Nuki 3 Pro nur mit dem sonst optional erhältlichen Akku-Pack mit einer Kapazität von 2500 mAh. Das soll laut Hersteller für rund vier Monate ausreichen. Danach lädt man entweder direkt an der Tür oder entnimmt das Akkupack mit zwei Handgriffen. Die Standard-Version des Nuki 3 wird wie bisher von vier AA-Batterien versorgt. Hier lässt sich der Akku nachrüsten.

Neben der Farbe des Gehäuses hat Nuki auch den Drehknauf des Schlosses angepasst. Er ist nun aus gebürsteten Aluminium und passt mit seinem matten Glanz etwas besser zu silbernen Türgriffen und Beschlägen. Zudem soll das interne Getriebe überarbeitet worden sein und leiser arbeiten. In einem ersten Kurztest konnten wir bestätigen, dass das Nuki 3 tatsächlich etwas dezenter klingt als seine Vorgänger. Der integrierte Türsensor ist bei beiden Modellen entfallen. Künftig bietet Nuki einen batteriebetriebenen externen Sensor an. Er schlägt mit 40 Euro zu Buche, arbeitete bei unseren Tests aber auch zuverlässiger als die bisherige Lösung.

Das Nuki 3 Pro soll ab Mitte November für 250 Euro erhältlich ein. Es kostet damit etwa so viel wie das bisherige Modell zusammen mit Bridge. Die Standard-Variante des Nuki 3 soll 150 Euro kosten und ist damit etwas günstiger als das Nuki 2. Die Bridge liegt weiterhin bei 100 Euro. Wahrscheinlich wird der Hersteller künftig wie beim Vorgänger ebenfalls ein vergünstigtes Bundle einführen. Fest steht hingegen schon, dass es ab Februar 2022 ein Upgrade-Programm geben wird, über das Besitzer bisheriger Nuki-Modelle vergünstigt ein Nuki 3 bekommen. Im Juni hatte Nuki angekündigt, Nuki zusammen mit Partnern ab Herbst Eingangstüren mit fest eingebauter, smarter Zutrittskontrolle anzubieten.

(spo)