Nur etwa 3 Millionen Lichtjahre entfernt: Die Bilder der Woche (KW 35)

Unendliche Weiten, unerschöpfliche Motive: Die Galerie-Fotografen setzen nicht nur Haustiere in Szene, sondern gewähren uns auch Einblicke in ferne Galaxien.

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"M33 (Triangulum, Dreiecksgalaxie)" von Christian Nagel war das Bild des Tages am Montag.

(Bild: Christian Nagel)

Von
  • Sophia Zimmermann

Für viele spannende Motive müssen Fotografinnen und Fotografen gar nicht in die Ferne schweifen, wie die Bilder des Tages in dieser Woche wieder eindrücklich beweisen: ob bunte Duschkabinen im Freizeitpark, Haustiere im Wald oder die vertraute Skyline einer Stadt. Mit dem richtigen Gespür für Licht, Bildgestaltung und das Porträtierte selbst gelingen Aufnahmen, auf die man gerne länger als nur eine flüchtige Sekunde anschaut.

Einen ganz besonderen Reiz haben allerdings Motive, zu denen man eben nicht einfach mal hinlaufen, fahren oder fliegen kann. Eines davon zeigt Galerie-Fotograf Christian Nagel in dieser Woche. Mit einer Astrokamera und einem Teleskop hat er unsere Nachbargalaxie M33 zum Greifen nah eingefangen. Diese Spiralgalaxie, die auch Dreiecksgalaxie oder Triangulumnebel genannt wird, ist etwa drei Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Mit bloßem Auge ist sie freilich nicht zu sehen, allerdings reichen dafür schon kleinere Teleskope, wie Nagel schreibt. Das verwendete Modell hatte beispielsweise lediglich eine Brennweite von 430 Millimetern. Insgesamt besteht die Aufnahme aus gut 200 Einzelbelichtungen.

Alle Bilder des Tages der 35. Kalenderwoche finden Sie in unserer Bilderstrecke.

Die Bilder der Woche (KW 35) (7 Bilder)

Für einen bunten Auftakt unserer Bilderwoche sorgte diesmal Fotograf Nils Schulte-Jokiel. Ihn reizt es Farben und Formen mithilfe verschiedener Perspektiven zu kombinieren und in Bezug zueinander zu setzen, schreibt er c't Fotografie. Diese Aufnahme entstand in einem Freizeitpark in Hemer (NRW). "Für das Bild 'Himmelsspiegel' habe ich eine sehr tiefe Perspektive unmittelbar über dem Boden gewählt, um die Spiegelung zu betonen. Auch die Fluchtlinien der Fugen treten hierdurch hervor und schaffen eine Tiefenwirkung. Das Weitwinkelobjektiv erzeugt die Nähe zum Objekt und verstärkt die perspektivische Wirkung zusätzlich. Natürlich sollten dabei auch die Spiegelungen der zentralen Motive wie Kind und die Duschkabinen nicht abgeschnitten sein. Wie so oft in der 'Street-Fotografie' ist es zudem entscheidend, genügend Geduld zu haben, um den passenden Zeitpunkt abzuwarten. Meine Tochter sollte sich exakt zwischen den farbigen 'Duschkabinen' befinden, sodass diese nicht verdeckt werden. Gleichzeitig steht sie dort im 'goldenen Schnitt'. Dies gelang nach einiger Zeit ganz ohne 'Kommandierung', da sie das Spazieren im Wasser sichtlich genoss. Der Brunnen hat zudem die
Eigenheit, sich regelmäßig zu füllen und zu leeren - der niedrige Wasserstand mit der stärksten Spiegelung liegt somit nur eine sehr kurze Zeit vor. Nicht zuletzt sind es die Komplementärfarben der Duschkabinen  Blau/Gelb und Grün/Magenta im Zusammenspiel mit der rot-orangen Jacke und den gelben Schirmen im Hintergrund, die für Spannung im Bild sorgen", so Schulte-Jokiel.
(Bild: Nils Schulte-Jokiel)
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(ssi)