Nutanix: Nahtlos zwischen Cloud und On-Premises wechseln

Vor allem günstiger soll die Cloud mit Nutanix neuen Angeboten werden. Unter anderem sollen Unternehmen direkt zwischen den Betriebsmodellen wechseln können.

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Cloud
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  • Dr. Jens-Henrik Söldner

Auf seiner diesjährigen Hausmesse .NEXT hat Nutanix seine Pläne für die kommenden Jahre konkretisiert und einige neue Produkte enthüllt. In seiner Keynote formulierte CEO Rajiv Ramaswami die Botschaft an IT-Entscheider so: Wenn Unternehmen die Vorteile des Cloud-Betriebsmodells nutzen möchten, sehen Analysten in der Praxis oft eine Verdoppelung der damit einhergehenden Kosten für die IT-Infrastruktur.

Nutanix will seine Kunden in die Lage versetzt, die für sie den günstigsten Cloud-Standort auszuwählen – das kann einer der großen Hyperscaler wie AWS, Azure oder Google Cloud sein oder eine mit Nutanix betriebene Private Cloud im eigenen Rechenzentrum oder bei Hostern. Mit AWS funktioniert dies bereits dank Nutanix Clusters on AWS, das Cluster mit dem Nutanix-eigenen, auf KVM-Basis entwickelten, Hypervisor AHV in der AWS Cloud bereitstellt. Das Management erfolgt dann ohne Bruch aus Nutanix Management-Plattform Prism Central.

Neu sind jetzt Nutanix Clusters on Microsoft Azure, ein Dienst, den der Hersteller zusammen mit Microsoft in einer Limited Preview für ausgewählte Bestandskunden anbietet. Vorteile für die Kunden sieht der Hersteller in einer Flexibilisierung: Kunden können ihre Workloads – virtuelle Maschinen, Kubernetes Container – einfach zwischen Nutanix-Umgebungen nahtlos verschieben. Zudem sollen Kunden ihre Kubernetes-Container über Azure Arc for Kubernetes verwaltet können, egal ob diese in Azure oder im klassischen Rechenzentrum laufen.

Nutanix hat sich als Motto der .NEXT Vereinfachung auf die Fahnen geschrieben. Entsprechend bündelt Nutanix seine über 15 einzelnen Produkte und Dienstleistungen nun in fünf Angeboten seiner Nutanix Cloud Platform. Neben den grundlegenden Diensten der Hybrid Cloud Infrastructure und Cloud Management richtet der Hersteller seine Aufmerksamkeit auf Dienste rund um die vereinfachte Bereitstellung von Speicher, Datenbanken und virtuellen Desktops. Hier ergänzt eine neu angekündigte Partnerschaft mit Citrix das hauseigene Angebot Nutanix Frame.

Außerdem erhält das hauseigene Cloud-Betriebssystem Nutanix AOS eine neue Major Release AOS 6. Es soll eine bessere Speichereffizienz und -Performance bieten, Verbesserungen bei der immer wichtiger werdenden Disaster Recovery vornehmen und die Netzwerkvirtualisierungsplattform namens Nutanix Flow nun auch offiziell einführen, die bislang nur als Beta-Version verfügbar war. Mit Flow können Nutanix-Nutzer virtualisierte Overlay-Netzwerke (Virtual Private Clouds) einsetzen, was für weitere Dienste – Automatisierung, DevOps, Disaster Recovery – eine wichtige Grundlage für weitergehende Funktionen und Automatisierung schafft.

Wer die Vorträge im Nachgang der Konferenz ansehen möchte, kann sich unter Global .NEXT Digital Experience kostenfrei registrieren. Der Termin und Austragungsort der .NEXT 2022 stehen noch nicht fest.

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(fo)