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Nvidia GeForce RTX 4000: Erste Grafikkarten angeblich schon ab Juli

Die Gerüchteküche zu Nvidias kommender Grafikkartengeneration GeForce RTX 4000 alias "Ada Lovelace" läuft heiß. Die ersten GPUs könnten schon bald erscheinen.

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(Bild: Nvidia)

Update
Von
  • Mark Mantel

Nvidia soll der Konkurrenz von AMD bei der Vorstellung neuer Grafikkarten einen Schritt voraus sein: Die ersten Modelle der Baureihe GeForce RTX 4000 – Codename Ada Lovelace oder kurz Ada – könnte Nvidia demnach schon ab Juli 2022 ankündigen, während die ersten Radeon RX 7000 ab dem Jahresende erwartet werden.

Den Juli brachte kürzlich das informierte Twitter-Mitglied "kopite7kimi" ins Spiel, genauso wie einige weitere Details zum Aufbau der Ada-Grafikchips, angeführt vom AD102.

Die Gerüchte zu Ada Lovelace überschlagen sich beinahe im Wochentakt, allerdings kristallisieren sich zwei Neuerungen gegenüber der GeForce-RTX-3000-Generation (Ampere) heraus: Nvidia soll den Aufbau eines Shader-Multiprozessors (SM) geändert und den Level-2-Cache stark aufgebohrt haben.

Demnach beherbergt ein SM fortan 192 Rechenkernchen, darunter 128 Shader für Gleitkommaberechnungen (Floating-Point 32 Bit, FP32) und 64 für das Integer-Datenformat INT32. Bei Ampere sind es noch 64 FP32-Shader plus weitere 64 Kerne, die wahlweise FP32 oder INT32 berechnen können, aber nicht beides gleichzeitig.

Erfüllt Nvidia eine ganze Reihe von "Falls", könnte die Spieleleistung der RTX-4000-Grafikkarten stärker steigen, als es die reine Anzahl von Shader-Kernen vermuten ließe: Das Front-End muss die SMs schnell genug mit Daten füttern können, das Back-End die schraffierten Pixel schnell genug weiterverarbeiten. Das Powerlimit dürfte die GPU dabei nicht ausbremsen.

Die größte Ada-Lovelace-GPU soll der AD102 mit 144 Shader-Multiprozessoren beziehungsweise 18.432 FP32-Shadern und einem 384 Bit breitem Speicher-Interface für GDDR6X-RAM sein. Munkelte man bei der GeForce RTX 4090 schon von Powerlimits bis 600 Watt, sollen es nun 450 Watt werden. Dafür würde sie eine recht stark beschnittene AD102-GPU mit 16.128 FP32-Shadern und dazu 24 GByte GDDR6X-RAM verwenden.

Nvidia hätte somit noch ein dickes Polster für eine etwaige GeForce RTX 4090 Ti oder ein neues Titan-Modell. Ein solches Modell wäre realistisch, sobald die wahrscheinlich eingesetzte 5-Nanometer-Fertigung von TSMC viele voll funktionstüchtige Grafikchips abwirft.

[Update, 24.05.22., 8:30 Uhr:] Nvidia nutzte die Computex-Keynote ausschließlich zur Ankündigung von Serverprodukten und schwieg sich zu neuen GeForce-Grafikkarten aus. Die Meldung wurde entsprechend angepasst.

(mma)