OLED-TV LG 48CX: Erster OLED-48-Zöller in Deutschland verfügbar

Alternativ zu den eigenen 55-Zoll-Fernsehern bewirbt LG den 48CX als Gaming-TV mit AMDs FreeSync beziehungsweise Nvidias G-Sync Compatible.

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(Bild: LG)

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LG bietet den bislang kleinsten OLED-Fernseher an: Der OLED-TV 48CX misst 48 Zoll und ist inzwischen für etwa 1800 Euro in Deutschland erhältlich. Händler aus Österreich listen den Fernseher ab 1600 Euro. Das nächstgrößere Modell aus der gleichen Baureihe, LGs 55CX, kostet je nach Shop 2000 bis 2300 Euro.

Durch die geringere Diagonale steigt die Pixeldichte bei gleicher Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Bildpunkte) von 80,1 auf 91,8 Pixel per Inch (ppi) – bei näherer Betrachtung wirken Inhalte schärfer. LG bewirbt den 48CX als Gaming-TV für PC- und Konsolenspieler, funktionale Unterschiede zu den größeren CX-Modellen gibt es allerdings nicht: Alle stellen Ultra HD mit bis zu 120 Hertz dar und unterstützen HDMI-2.1-Funktionen wie HDMI VRR (Variable Refresh Rate), Auto Low Latency Mode (ALLM) für eine geringe Eingabeverzögerung und enhanced Audio Return Channel (eARC).

Was das HDMI-Forum VRR nennt, heißt bei AMD FreeSync und bei Nvidia G-Sync Compatible: Die GPU mit VRR-Unterstützung gibt die Bildwiederholrate vor, die sich beim Spielen dynamisch der Bildrate anpasst, um Bildrisse (Tearing) zu vermeiden. Außer modernen PC-GPUs funktioniert dies mit Microsofts Xbox One X und Xbox One S sowie den kommenden Spielekonsolen Xbox Series X und PlayStation 5.

Wer etwas mehr Platz im Spiele- beziehungsweise Wohnzimmer hat, muss nicht gleich 1800 Euro oder mehr für einen spieletauglichen OLED-TV ausgeben. Der 55-Zöller 55C97LA aus LGs 2019er-Generation ist für etwas mehr als 1300 Euro erhältlich und beherrscht mit der letzten Firmware-Version die gleichen Gaming-Funktionen wie die CX-Modelle aus dem Jahr 2020 inklusive VRR.

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Die C9-Serie vom letzten Jahr kommen derweil sogar mit einem Vorteil bei den HDMI-2.1-Anschlüssen daher: Deren Ports übertragen die vollen 48 GBit/s, die das HDMI-Forum für die 2.1-Version spezifiziert hat. Die HDMI-Anschlüsse bei den CX-Fernsehern beschränkt LG auf 40 GBit/s, offenbar um Leistung beim verbauten Prozessor Alpha 9 Gen 3 zu sparen. Die CX-TVs können daher maximal Ultra HD mit 120 Hertz bei einer 10-Bit-Farbwiedergabe darstellen – die C9-Vorgänger schaffen im gleichen Szenario 12 Bit.

Bei heutigen Inhalten stellt das kein Problem dar, denn selbst UHD-Blu-rays laufen maximal mit 60 Hertz (Filme häufig mit 24 Hz) und Videospiele beschränken sich typischerweise auf 10 Bit mit HDR-Darstellung. In der Dolby-Vision-Spezifikation (PDF) ist allerdings schon Ultra HD mit 120 Hertz und 12 Bit als Zukunftsoption vermerkt.

(mma)