Ökostrom-Anteil steigt in Deutschland auf über 50 Prozent

Im ersten Quartal 2020 ist der Ökostromanteil auf 51,2 Prozent gestiegen. Den höchsten Anstieg verzeichnet Energie aus Windkraft.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 709 Beiträge

(Bild: TimSiegert-batcam/Shutterstock.com)

Von

In Deutschland wurden im ersten Quartal 2020 rund 72,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 51,2 Prozent im Vergleich zu konventionellen Energieträgern wie Kohle, Kernenergie und Erdgas. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, liegt der Ökostromanteil damit erstmals über denen konventioneller Energieträger. Im Vorjahr lag der Anteil noch 15 Prozent niedriger.

Mit einem Anstieg von 21,4 Prozent im Jahresvergleich trägt Windkraft den Löwenanteil mit 49.300 Kilowattstunden und 34,9 Prozent an der eingespeisten Strommenge bei und ist damit der wichtigste Energieträger. Seit Anfang 2020 hat der Ausbau von Windkraftanlagen in Deutschland wieder leicht angezogen. Im Vergleich zur Windkraft tragen Biogas mit 5,5 Prozent und Photovoltaik mit 4,8 Prozent als erneuerbare Energieträger nur einen geringen Anteil zum Gesamtvolumen bei.

Auch wenn sich konventionelle Energieträger auf dem absteigenden Ast befinden, so liegt ihr Anteil mit 48,8 Prozent weiterhin hoch. Allerdings nimmt deren Bedeutung stetig ab. Energie aus Kohle wurde im Jahresvergleich rund 33,4 Prozent weniger eingespeist, der Anteil der Kernenergie schrumpfte um 16, 9 Prozent, Erdgas um ein Prozent. Kohle bleibt damit der wichtigste konventionelle Energieträger in Deutschland.

Die Corona-Krise soll nach Angaben des Statistischen Bundesamtes keine großen Auswirkungen auf den Energiebedarf gehabt haben. Zwar ging die eingespeiste Strommenge im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,6 Prozent auf 141,2 Milliarden Kilowattstunden zurück. Allerdings soll dies "im Rahmen üblicher Schwankungen" liegen. Die Zahlen sind laut Statistischem Bundesamt noch vorläufig.

(olb)