Gerüchteküche: Offenbar neues 15-Zoll-"MacBook" im Anflug

Laut einem üblicherweise gut informierten Analysten will Apple im kommenden Jahr eine neue Notebook-Linie mit M2-Chip starten.

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MacBook Air mit MagSafe-Ladekabel

Bekommt das MacBook Air M2 einen großen Bruder?

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat einem neuen Bericht zufolge vor, in absehbarer Zeit eine neue 15-Zoll-Notebook-Variante auf den Markt zu bringen. Sie soll angeblich weder ein MacBook Air noch ein MacBook Pro sein und könnte schlicht auf den Namen "MacBook" hören, meint der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo aus Taiwan.

Wie der Experte vom Geldhaus TF International Securities in einem "Vorhersage-Update" auf Twitter schreibt, wird es allerdings noch etwas dauern, bis die Maschine auf den Markt kommt: Massenproduktion sei Mitte des ersten Halbjahres 2023 geplant, eine Einführung dann im zweiten Quartal 2023. Die Rechner sollen entweder mit M2-Chip oder dem noch unbekannten (schnelleren) M2 Pro ausgestattet sein. Apple hatte das M2-SoC Anfang Juni im umgestalteten MacBook Air M2 sowie dem im alten Design verbleibenden MacBook Pro M2 mit 13 Zoll eingeführt.

15-Zoll-Macs bietet Apple aktuell nicht an. Das MacBook Pro M1 Max und M1 Pro kommt mit 14 oder 16 Zoll. Ein Profi-Gerät soll das neue "MacBook" mit 15 Zoll offenbar nicht werden. Kuo spricht davon, dass die beiden CPU-Optionen nur Netzteile mit 35 (M2) beziehungsweise 67 (M2 Pro) Watt verlangen. Beim MacBook Pro mit 16 Zoll liefert Apple ein 140-Watt-Netzteil mit. Entsprechend könnte das 15-Zoll-Gerät quasi der große Bruder des MacBook Air M2 mit 13 Zoll werden, dagegen spricht allerdings das späte Release. Apple soll laut Kuo allerdings damit gerechnet haben, erst im 4. Quartal 2023 mit der Massenproduktion zu beginnen, sie wird also vorgezogen.

Weiterhin gibt es immer noch Gerüchte über eine Wiederbelebung des MacBook mit 12 Zoll. Der beliebte kompakte Formfaktor wurde von Apple bis 2019 angeboten – allerdings nie mit Apple Silicon, sondern nur mit einem (abgespeckten, weil lüfterlosen) Intel-Chip. Hier will Analyst Kuo allerdings aktuell nichts Neues gehört haben – nicht einmal zu entsprechenden Plänen. Dabei wären Apple-Chips für eine solche Kompaktmaschine eigentlich ideal und eine entsprechende Nachfrage ist definitiv vorhanden.

Mark Gurman, Journalist von Bloomberg, sprach zuletzt davon, dass Apple Ende 2023 mit einem 12-Zoll-MacBook rechnet – alternativ Anfang 2024. Ihm sei aber nicht klar, ob es ein "MacBook" oder ein "MacBook Pro" werde. Apples Angebot bleibt unterdessen für Nichtkenner unübersichtlich. So bietet der Konzern mit dem MacBook Pro M2 mit 13 Zoll nun ein scheinbar "besseres" MacBook Pro an, das allerdings noch mit komplett altem Look kommt. So gibt es hier sogar noch die ungeliebte TouchBar, keinen MagSafe-Port für magnetisches Laden und auch sonst sind die Anschlüsse dünn gesät. Für Profis sind deshalb MacBook Pro M1 Max und M1 Pro die sinnvollere Alternative, trotz der "älteren" SoCs.

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(bsc)