Olympus M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5: Zoomobjektiv mit extremer Brennweite

Für Tier- und Sportfotografen hat Olympus ein Objektiv mit besonders großer Telebrennweite angekündigt. Dazu gibt es ein Firmware-Update für die OM-D E-M1X.

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(Bild: Olympus)

Von
  • Sophia Zimmermann

Das Olympus M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO soll ab Ende Januar 2021 das Objektivangebot für die spiegellosen Systemkameras mit Micro-Four-Thirds-Bajonett erweitern. Das Telezoom richtet sich vor allem an Tier-, Natur- und Sportfotografen und deckt einen Kleinbild-äquivalenten Brennweitenbereich von 300 bis 800 Millimeter ab. Dabei bietet es eine durchgehende Lichtstärke von f/4.5 und besitzt einen integrierten 1,25-fachen Telekonverter. Dieser verlängert die Brennweite auf bis zu 1000 Millimeter (Kleinbild-äquivalent).

Über den gesamten Zoombereich soll das neue Zuiko eine Naheinstellgrenze von 1,3 Metern haben, damit könnten Fotografen eine 0,57-fache Vergrößerung erreichen. Mit Telekonverter soll eine 0,71-fache Vergrößerung möglich sein – und damit Telemakroaufnahmen. Um die langen Brennweiten in der Hand halten zu können, integriert Olympus seine 5-Achsen-Sync-Bildstabilisierung, die sich mit der Kamera-eigenen Sensorstabilisierung kombiniert. Wie die OM-D-Kameras, die sich an Natur- und Actionfotografen richten, ist auch das neue Telezoom staub- und spritzwassergeschützt sowie frostsicher.

Das Olympus M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 bietet einen integrierten Telekonverter mit dem sich eine Kleinbild-äquivalente Brennweite von 1000 Millimeter erzielen lässt.

(Bild: Olympus)

Aufgrund der extremen Telebrennweite gehört das 150-400er zu den größten und schwersten Objektiven der Micro-Four-Thirds-Familie. Es kommt auf eine Länge von 314 Millimeter, sowie auf ein Gewicht von knapp 1,9 Kilogramm. Für den leichteren Transport besitzt es daher eigene Riemenösen. Auch eine Stativschelle gehört zum Ausstattungsumfang, des aus einer Magnesiumlegierung gefertigten Objektivs.

Das Olympus M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 richtet sich unter anderem an Wildlife-Fotografen, entsprechend hat es laut Hersteller eine staub- und spritzwassergeschützte Konstruktion.

(Bild: Olympus)

Dennoch betont Olympus die leichte und kompakte Konstruktion und spielt hier auf einen Vergleich zu Vollformatsystemen an. Linsen mit dieser extremen Telebrennweite sind hier allerdings exotisch. Sigma bietet ein vergleichbares 300-800mm F5,6 EX DG HSM ohne integrierten Telekonverter an, welches auf ein Gewicht von fast sechs Kilogramm und einen Preis von knapp unter 10.000 Euro kommt. Auch Olympus-Fotografen brauchen für das M.Zuiko Digital ED 150-400mm ein üppig gefülltes Bankkonto, denn die unverbindliche Preisempfehlung des Objektivs liegt bei knapp 7000 Euro.

Zum Objektiv kündigte Olympus für Anfang Dezember außerdem ein Firmware-Update für sein Spitzenmodell OM-D E-M1X an. Die Firmware-Version 2.0 ergänzt unter anderem eine Vogelerkennung (Bird Detection). Dabei soll eine Vielzahl von Vögeln unterschiedlicher Größe erkannt werden. Der Fokus liege auf den Augen der Tiere. Sollte die Kamera diese nicht erkennen, schalte sie automatisch auf Erkennung und Verfolgung des Kopfes oder des Körpers.

Mit dem Update rüstet Olympus auch bei den Videofertigkeiten nach. So sollen aufgenommene 4K-Videos damit als 12-bit-Raw-Dateien in Apples ProRes-Format an Atomos Ninja-V-HDR-Rekorder ausgegeben werden können. Dieses Update wird es auch für die OM-D E-M1 III geben. Ebenso kündigte der Hersteller für Dezember Updates für die OM-D E-M1 II sowie OM-D E-M5 III an, die unter anderem für eine verbesserte Stabilisierung bei Videoaufnahmen sorgen sollen.

(ssi)