Onkyo: Voxx International und Sharp planen Übernahme

Die Voxx International Corporation (unter anderem Klipsch, Magnat und Heco) will die angeschlagene Onkyo Home Entertainment Corporation aufkaufen.

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(Bild: Onkyo)

Von
  • Nico Jurran

Die in Florida beheimatete Voxx International Corporation, zu der die Marken Klipsch, Acoustic Research (AR), RCA, Magnat, Heco und Jamo gehören, hat einen sogenannten "Letter of Intent" bezüglich einer Übernahme der angeschlagenen Onkyo Home Entertainment Corporation unterzeichnet. Unterstützt wird Voxx dabei von der Sharp Corporation, gaben die Unternehmen bekannt.

Nach US-Medienberichten, unter anderem vom Magazin WhatHiFi?, wollen die Firmen bereits am 20. Mai eine finale Vereinbarung schließen, die den Aktionären von Onkyo dann am 25. Juni präsentiert werden soll. Zwischen Voxx und Onkyo besteht bereits ein sehr enges Verhältnis: Seit Juli 2020 zeichnet Voxx für den Vertrieb der Marken Onkyo, Pioneer, Pioneer Elite und Integra in den USA verantwortlich.

Die aktuellen Ereignisse wecken Erinnerungen an dem Mai 2019. Damals gab Sound United LLC, Muttergesellschaft von Denon, Polk Audio, Marantz, Definitive Technology, HEOS, Classé und Boston Acoustics, offiziell bekannt, eine Vereinbarung über den Erwerb des Consumer-Audio-Geschäftsbereichs der Onkyo Corporation – einschließlich der Marken Onkyo, Pioneer, Pioneer Elite und Integra – geschlossen zu haben.

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Der Deal sollte seinerzeit eigentlich bereits rund zwei Monate später vollzogen werden, danach wurde es jedoch still um die Übernahme – bis Sound United den Kauf im Oktober 2019 abblies. Es seien "nicht alle für den Abschluss erforderlichen Voraussetzungen zufriedenstellend erreicht worden". Das gab Anlass für Spekulationen, dass Sound United bei einem Blick in die Bücher erfahren hatte, dass es Onkyo wesentlich schlechter ging als bis dahin angenommen. Tatsächlich meldete die US-amerikanische Branchen-Website Strata-gee Ende November 2020, dass die Onkyo Coporation insolvent ist und nun ums Überleben kämpft.

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Wirklich überraschend kam diese Nachricht jedoch nicht mehr: Bereits zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres am 31. März 2020 hatte das Unternehmen bekannt geben, dass es massive Einnahmeverluste von 49,3 Prozent und Rekordverluste in Höhe von 90,8 Millionen US-Dollar (nach einem kleinen Gewinn von 306.000 US-Dollar im Geschäftsjahr 2019) verzeichnen musste.

(nij)