Opel möchte Homeoffice zur Regel machen

Rund drei Viertel der etwas über 10.000 Mitarbeiter am Standort Rüsselsheim will Opel künftig zu Hause arbeiten lassen. Die Gewerkschaft reagiert besorgt.

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Michael Lohscheller, Opel

Michael Lohscheller, Chef der Opel Automobile GmbH, offenbar nicht im Homeoffice.

(Bild: Opel)

Von
  • Florian Pillau

Desksharing und Kommunikationsflächen sollen bei Opel künftig die festen Büroarbeitsplätze ersetzen, berichtet das Handelsblatt heute "aus Unternehmenskreisen". Das betrifft in Rüsselsheim die meisten Angestellten, mehr als 7500 von ihnen entwickeln Technik oder arbeiten in der Verwaltung und sollen deshalb die meiste Zeit von zu Hause aus arbeiten.

Die Gewerkschaft reagiert besorgt, sie befürchtet eine Verschlechterung der Arbeitskultur bei Opel. Bei den anderen Stellantis-Marken Peugeot und Citroën in Frankreich erhalten die Mitarbeiter für die Einrichtung ihres heimischen Arbeitsplatzes etwas mehr als 150 Euro sowie monatlich zehn Euro für die zusätzlichen Stromkosten. Der Gewerkschaft genügt das nicht. Sie will auf jeden Fall erreichen, dass den Mitarbeitern auch zu Hause ein ergonomischer Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird.

Eine mögliche Nachfolgeregelung für die im Betrieb vorhandenen Büromöbel, das durch die Heimarbeit ohnehin frei wird. Denn falls Betriebsrat und Betrieb einen Kompromiss finden sollten, möchte Opel-Chef Lohscheller die übrigen Büroflächen ohnehin verkaufen oder vermieten. Eine Entschädigung für die betriebliche Nutzung der privaten Wohnflächen der Mitarbeiter ist offenbar nicht im Gespräch.

(fpi)