Open-Source-Expertise bleibt auf dem Arbeitsmarkt gefragt

Der "2021 Open Source Jobs Report" zeigt, welche Skills derzeit gefragt sind. Dazu zählen Cloud- und Container-Technologien sowie DevOps.

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(Bild: Dezay/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

Die Linux Foundation und edX, ein MOOC-Anbieter (Massive Open Online Course), haben den neunten "Open Source Jobs Report" veröffentlicht. Darin gehen sie der Frage nach, ob und wie sich die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während der Coronaviruspandemie verändert haben und welche Technologien gefragt sind.

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Obwohl Expertinnen und Experten im Open-Source-Bereich gefragt sind – 97 Prozent der Personalbeauftragten sehen deren Neueinstellung im Jahr 2021 als eine hohe Priorität an –, hat sich die tatsächliche Zahl der Einstellungen verlangsamt. Über die Hälfte (52 Prozent) der Personalkräfte gab an, im letzten Jahr aufgrund der Pandemie weniger Open-Source-Experten eingestellt zu haben.

Allerdings zeichnet sich das nicht flächendeckend ab, denn 38 Prozent der Unternehmen stellten während der Pandemie zusätzliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Open-Source-Bereich ein. Die Macher der Studie sehen das in Zusammenhang mit zunehmender digitaler Transformation aufgrund von Lockdown-Effekten.

Unter den gefragtesten Open-Source-Skills von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite sind laut der Studie Cloud- und Container-Technologien (46 Prozent), Linux-Entwicklung und -Administration (35 Prozent) sowie Netzwerktechnologien (26 Prozent). Dabei bleibt zu bedenken, dass unter anderem die Linux Foundation die Umfrage durchführte und dem Report die Auswahlmethode der Befragten nicht zu entnehmen ist. Weitere gefragte Skills sind DevOps-Praktiken (24 Prozent) und Sicherheitspraktiken (23 Prozent).

Der Report führt zudem gesondert auf, welchen Open-Source-Skills Personalkräfte und welchen Entwicklerinnen und Entwickler die höchste Relevanz zuschreiben. Bei den Top-Technologien sind sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite einig und sehen Cloud-/Container-Technologien sowie Linux-Kenntnisse an der Spitze. Arbeitgeber haben zusätzlich ein Interesse an KI und Machine Learning (18 Prozent).

Die wichtigsten Open-Source-Technologien aus Arbeitgebersicht

(Bild: 2021 Open Source Jobs Report)

Für die Neueinstellung von Fachkräften sind zudem Zertifikate von Vorteil: 72 Prozent der Personalbeauftragten würden mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Person mit einem Zertifikat einstellen, verglichen mit 52 Prozent im letzten Jahr und 47 Prozent im Jahr 2018. Dabei sind 88 Prozent auch dazu bereit, für die Zertifikate ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu zahlen – und diese zeigen eine hohe Bereitschaft, das Angebot anzunehmen: Über 90 Prozent der Personalkräfte haben innerhalb des letzten Jahres eine Zunahme an Weiterbildungsnachfragen feststellen können.

Auch die Diversität in Bezug auf Neueinstellungen versuchte die Studie zu erfassen. So gaben 98 Prozent der Personalkräfte und 75 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler an, dass ihre Unternehmen bei Neueinstellungen aktiv Wert auf Diversität legen. Allerdings hat die Diskriminierung von Open-Source-Professionals aufgrund persönlicher Merkmale laut der Studie auf 18 Prozent zugenommen, verglichen mit 11 Prozent im Vorjahr.

Der "2021 Open Source Jobs Report" basiert auf einer Umfrage der Linux Foundation und edX vom 8. Juni bis 19. Juli 2021. Darin flossen die Antworten von über 200 Personalkräften, von denen 47 Prozent einen Firmensitz in Nordamerika angaben, sowie über 750 Open-Source-Entwicklerinnen und -Entwicklern ein. Die Ergebnisse einer weiteren Studie der Linux Foundation, des im Juli gestarteten "2021 Open Source Diversity, Equity, and Inclusion Survey", stehen noch aus.

Die Linux Foundation stellt den "2021 Open Source Jobs Report" zum Download zur Verfügung.

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(mai)