OpenAI präsentiert Mehrzweck-API für textbasierte KI-Aufgaben

Mit einer Schnittstelle öffnet das Unternehmen Zugang zu seinen KI-Modellen. Die neue API soll als "text in, text out"-Interface für englische Texte dienen.

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OpenAI präsentiert Mehrzweck-API für textbasierte KI-Aufgaben

(Bild: sdecoret/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Das KI-Unternehmen OpenAI hat eine Schnittstelle präsentiert, mit der Nutzer auf dessen textbasierte KI-Modelle zugreifen können sollen. Bei der neuen API handelt es sich offenbar um eine Mehrzweck-Schnittstelle, die es Nutzern ermöglichen soll, nicht nur einen speziellen Use-Case anzuwenden, sondern "buchstäblich jede Textaufgabe in englischer Sprache" ausführen zu lassen, wie es in einem Blogbeitrag des Unternehmens heißt. Mit der Schnittstelle können Nutzer offenbar die KI-Angebote von OpenAI in eigene Anwendungen integrieren und auf eigene Bedürfnisse anpassen.

Mit der API soll Text sich auf verschiedene Weise vervollständigen lassen, Nutzer können die Schnittstelle wohl selbst auf gewünschte Ausgabearten "programmieren" durch die Eingabe einiger Beispieldatensätze. Die Nutzung für bösartige Zwecke sei allerdings ausgeschlossen, heißt es in den Release Notes – wer versuche, mit der API Spam und Beleidigungen zu erzeugen oder kriminelle Handlungen zu begehen, werde gesperrt. Wegen des potentiellen Missbrauchsrisikos habe das Unternehmen sich zur Veröffentlichung einer privaten Beta-Version entschieden, statt die API allgemein verfügbar zu machen.

Die Veröffentlichung sei zugleich auch ein großer Testlauf und diene ebenfalls der internen Weiterentwicklung des Projekts. Für das Start-up soll die API Einnahmen generieren, um die Forschung an KI und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu finanzieren. Interessierte können sich für einen Testzugang registrieren lassen und zwei Monate lang die private Beta-Version kostenlos verwenden. OpenAI hat in einem Blogeintrag ausführlich dargelegt, warum das Unternehmen eine kommerzielle API veröffentlicht, statt seine Modelle zu Open Source zu machen.

OpenAI hat seine KI-Entwicklung in einer Charta zur Gemeinnützigkeit verpflichtet. Die gemeinnützige Organisation OpenAI Inc. kontrolliert das Silicon-Valley-Start-up OpenAI, das maßgeblich Elon Musk und Microsoft finanzieren. Microsoft hatte vor knapp einem Jahr eine Milliarde US-Dollar in den Anbieter von KI-Technologie investiert.

Weitere Informationen lassen sich den Release Notes entnehmen. Einen Testzugang können Interessierte über ein Formular auf der OpenAI-Website beantragen (es gibt eine vorgeschaltete Warteliste).

(sih)