OpenStack Version 24: Alter Code und neue Netzwerkkarten

Die Open Infrastructure Foundation hat Version 24 der Cloud-Infrastruktur-Software OpenStack veröffentlicht. Sie heißt Xena und beseitigt vor allem Altlasten.

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(Bild: Open Infrastructure Foundation, James Cole)

Von
  • Jan Mahn

OpenStack Version 24 ist fertig. Die neue Version der Open-Source-Software hört auf den Namen Xena und steht ab sofort zum Download bereit. Die Open Infrastructure Foundation, unter deren Schirmherrschaft die Software entwickelt wird, betont die Größe der Community hinter dem Projekt: Innerhalb von 25 Wochen haben über 680 Entwickler aus über 125 verschiedenen Organisationen fast 15.000 Änderungen zur neuen Version beigetragen.

OpenStack ist die Basis für viele öffentliche und interne Cloud-Infrastrukturen. Die Software verwaltet Virtualisierung, Netzwerke und Speicherplatz und stellt ein API bereit, über das Ressourcen in einer OpenStack-Umgebung bestellt und verwaltet werden können.

In Deutschland nutzt unter anderem die Deutsche Telekom OpenStack als Basis für ihre öffentliche Open Telekom Cloud, ebenso der französische Hoster OVH. Als interne Cloud-Plattform läuft OpenStack unter anderem beim CERN. Die Open Infrastructure Foundation hat einmal durchgezählt und kommt auf 25.000.000 CPU-Kerne, die mit OpenStack betrieben werden. Über 100 neue Umgebungen seien, so die Organisation, in den letzten 18 Monaten dazugekommen.

Im Mittelpunkt der neuen Version stehen weniger neue Funktionen und mehr das Abscheiden alter Zöpfe, die Foundation spricht von "technischen Schulden": In der Block-Storage-Komponente Cinder ist das alte API mit Version 2 rausgeflogen. Cyborg, die Komponente, die sich um sämtliche Beschleuniger-Hardware (wie GPUs und ASICs) kümmert, hat eine überarbeitete Dokumentation bekommen. Die Ansible-Einbindung wurde ebenfalls aktualisiert, jetzt kommt ansible-core 2.11 zum Einsatz. Per Ansible kann man jetzt auch Backups in OpenStacks Backup- und Restore-Komponente (Freezer) steuern.

Gleich an drei OpenStack-Komponenten gleichzeitig musste geschraubt werden, um sogenannte SmartNICs, programmierbare Netzwerkadapter, einzubinden: Die Compute-Komponente Nova, die Beschleuniger-Komponente Cyborg und die Netzwerk-Komponente Neutron arbeiten zukünftig zusammen, um solche SmartNICs per PCI einzubinden.

Angesichts des Zulaufs an zahlungskräftigen und personalstarken Unternehmen blickt die Open Infrastructure Foundation positiv in die Zukunft. Über 70 Unternehmen beteiligen sich bereits an der Organisation, zuletzt stieß auch Microsoft dazu – obwohl das Unternehmen mit seiner Azure-Cloud bisher eigene Wege jenseits von OpenStack geht.

(jam)