PC-Markt: 2021 beginnt mit Wachstumsexplosion

Das Jahr 2021 begann mit dem stärksten ersten Quartal seit 2012, was für ein Wachstum von 55 Prozent im Jahresvergleich sorgte.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Die anhaltend hohe Nachfrage nach PCs, insbesondere bei Notebooks, sorgte für hohe Verkaufszahlen im ersten Quartal 2021. Der PC-Markt wuchs im Jahresvergleich um 55 Prozent, wie die beiden Marktbeobachter Canalys und IDC berichten. Die Anzahl der verkauften Notebooks stieg um 79 Prozent auf 67,8 Millionen Geräte – nicht enthalten sind Tablets, einschließlich Detachables mit abnehmbarer Tastatur, wohl aber Chromebooks.

Die Zahlen beider Marktbeobachter stimmen weitgehend überein. Canalys kommt auf 82,6 Millionen verkaufte Desktop-PCs, Notebooks und Workstations im ersten Quartal 2021; IDC nennt 84 Millionen Geräte. Für Desktop-PCs ging es mit einem Minus von 5 Prozent auf knapp 15 Millionen Verkäufe leicht bergab – die schlechte Verfügbarkeit von Grafikkarten dürfte ein Grund sein. Folglich machten Notebooks drei Viertel des PC-Marktes aus.

Zuletzt war das erste Quartal im Jahr 2012 so verkaufsstark wie 2021. Bis 2020 sanken die Zahlen jedes Jahr kontinuierlich, erst die Coronavirus-Pandemie ließ den Bedarf nach PCs schlagartig steigen. Die hohen Wachstumszahlen bauen allerdings auf ein schwaches erstes Quartal 2020 auf, da die Nachfrage erst ab dem März stieg.

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Traditionell sind Jahresanfänge verkaufsschwächer als die umsatzstarke Weihnachtszeit. Im Jahr 2021 lag der Rückgang bei vergleichsweise niedrigen 8 Prozent. Grund sind die Lieferrückstände aller großen Hersteller, die vor allem nicht so viele Notebooks produzieren können, wie bestellt werden.

Lenovo blieb mit gut 20 Millionen verkauften Geräten im ersten Quartal 2021 der größte PC-Hersteller, was einem Plus von rund 60 Prozent entspricht. Auf Platz 2 folgte HP mit 19,2 Millionen PCs (+64 Prozent). Dell auf Rang 3 hat mit einem Plus von 23 Prozent auf knapp 13 Millionen Geräte das geringste Wachstum verzeichnet. Bei Apple (4) und Acer (5) boomte das Geschäft hingegen: Apple hat die Verkäufe auf mehr als 6,6 Millionen Macs und Macbooks verdoppelt, Acer verzeichnete je nach Zählung ein Plus von 74 bis 82 Prozent auf mindestens 5,7 Millionen Geräte.

(mma)