PC-Markt: Wachstum trotz Lieferschwierigkeiten bis 2022

Marktforscher erwarten ab 2022 mehr als 500 Millionen ausgelieferte Desktop-PCs, Notebooks und Tablets pro Jahr.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Die Coronavirus-Pandemie hat dem PC-Markt vergangenes Jahr neues Leben eingehaucht. Dabei soll es sich nicht um einen einmaligen, kurzfristigen Effekt handeln, vielmehr erwartet der Marktforscher Canalys langfristiges Wachstum bis mindestens 2025. Ab 2022 sollen die jährlichen PC-Verkäufe die Marke von 500 Millionen Geräten überschreiten – zu PCs zählt die Firma Desktop-Rechner, Notebooks und Tablets.

Laut Canalys wuchs der PC-Markt 2020 im Jahresvergleich mit 458,2 Millionen ausgelieferten Geräten um 17 Prozent. Marktforscher IDC nannte im Januar 2021 ein Wachstum von gut 13 Prozent ohne Tablets. Laut einer neuen Mitteilung von Canalys soll der PC-Markt dieses Jahr um weitere 8,4 Prozent zulegen; ab 2022 sind jährliche Zuwächse von 2,5 bis 3,5 Prozent zu erwarten.

Weltweite PC-Verkäufe (Stückzahlen in Millionen, Quelle Canalys)
Kategorie 2020 2021 2022 2025
Desktop-PCs 61,6 64,4 67,1 76,1
Notebooks 236 258,2 266,3 287,6
Tablets 160,9 174,2 175,5 181,7
Gesamt 458,5 496,8 509 545,3

Den Marktforschern zufolge wäre noch mehr Potenzial vorhanden, allerdings lässt sich die Nachfrage aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht sättigen. An allen Ecken und Enden mangelt es an Komponenten, weshalb Hersteller nicht genügend Desktop-PCs und Notebooks produzieren können. Die Schwierigkeiten sollen noch bis 2022 reichen – kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht.

Im Laufe des Jahres könnten weitere Produkte betroffen sein: Der Nachrichtendienst Digitimes berichtet etwa über Aussagen des Speicherherstellers Adata, der von steigenden SDRAM-Preisen ab April 2021 ausgeht. Eine hohe Nachfrage bei Notebooks und Smartphones könnte demnach auch die Preise von DDR4-Modulen hochtreiben.

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Das stärkste Wachstum verzeichnen derweil Chromebooks, die insbesondere im Homeschooling gerne eingesetzt werden. Die Verkäufe haben sich 2020 auf 30,6 Millionen Geräte beinahe verdreifacht und so 13 Prozent aller gekauften Notebooks (236 Millionen, +9,4 Prozent) ausgemacht. Dieses Jahr prognostiziert Canalys ein weiteres Wachstum von 30 Prozent. Aufgrund der kurzfristig stark gestiegenen Nachfrage sollen die Lieferengpässe bei Chromebooks besonders stark ausgeprägt sein.

Desktop-PCs stellen mit 61,6 Millionen verkauften Systemen im Jahr 2021 und einer Prognose von 64,4 Millionen im Jahr 2022 nur noch einen vergleichsweise kleinen Markt dar. Das entspricht gerade einmal einem Fünftel der Desktop- und Notebook-Stückzahlen zusammengerechnet.

(mma)