PSVR: PS5-Spiele sollen VR-Modi optional anbieten

Sony sieht die Zukunft der virtuellen Realität in optionalen VR-Modi, nicht in separaten Titeln. Das soll Sony Entwicklern bei einer Konferenz mitgeteilt haben.

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(Bild: Sony)

Von
  • Daniel Herbig

Bei einer Konferenz mit Entwicklerstudios soll Sony weitere Details zu seinem kommenden VR-Headset für die PS5 verraten haben. Demnach unterstützen die Controller des noch namenlosen neuen PSVR-Systems Finger-Tracking: Sie können die Position der Finger auch dann erkennen, wenn sie nicht auf dem Controller anliegen.

Über das Entwickler-Event hat zuerst der Youtuber PSVR Without Parole berichtet, das Fachmagazin UploadVR hat den Bericht bestätigt. Auf dem Event hat Sony Entwicklerstudios demnach einen ersten Eindruck der zu erwarteten Spezifikationen und der Strategie des neuen PSVR-Headsets gegeben, das Sony im Februar überraschend angekündigt hatte.

Beim neuen PSVR-System möchte Sony dem Bericht zufolge weg von separaten VR-Titeln, wie sie aktuell die Spielelandschaft der virtuellen Realität prägen. Stattdessen sollen künftige Blockbuster-Titel in einem Modus für traditionelle Bildschirme und einem Alternativ-Modus für die virtuelle Realität ausgeliefert werden. Spielerinnen und Spieler sollen dann bereits beim Download entschieden, welchen der beiden Modi sie spielen möchten.

Derartige Spiele gibt es unter anderem mit "Resident Evil 7", "Hitman 3" und "No Man's Sky" bereits. Für die Entwicklerinnen und Entwickler dürfte die parallele Entwicklung zweier unterschiedlicher Modi aber einen gewissen Zusatzaufwand bedeuten, dessen finanzieller Ertrag die Arbeit nicht in jedem Fall rechtfertigen dürfte: "Resident Evil 8", der Nachfolger von "Resident Evil 7", kam ohne VR-Modus.

Viele andere Titel, darunter beispielsweise hektische, aus der Third-Person-Perspektive gespielte Action-Games, kommen für einen optionalen VR-Modus wohl gar nicht erst infrage. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob VR-Highlights wie "Half-Life: Alyx" die Besonderheiten und Vorzüge der virtuellen Realität vollends ausschöpfen könnten, wenn sie parallel auch für das traditionelle Spielen mit Gamepad am Fernseher ausgelegt sein müssten.

Aus vorherigen Leaks ist bereits bekannt, dass Sonys neue VR-Brille ein Display mit 4000 × 2040 Pixeln hat, was 2000 × 2040 Pixeln pro Auge entspricht. Das OLED-Display soll HDR unterstützen und ein Field of View von 110 Grad aufweisen. Für scharfe Grafik bei guten Bildraten soll eine Mischung aus automatisch skalierender Auflösung und Foveated Rendering sorgen – dabei werden nur die Bereiche in voller Auflösung gerendert, auf die sich die Augen gerade richten.

Sonys neues PSVR-System wird nicht mehr 2021 auf den Markt kommen, hat der Hersteller bereits bestätigt. Noch gibt es keine offiziellen Produktfotos des Headsets oder der überarbeiteten Controller. Das erste PSVR-System für die PS4 hat sich mehr als fünf Millionen Mal verkauft und gilt als das bisher erfolgreichste VR-Headset. In den vergangenen Jahren erschienen aber kaum noch große Titel für PSVR.

(dahe)