Panasonic Lumix S: Neue Objektive und Video-Updates für Systemkameras

Panasonic erweitert das Lumix S-System um ein neues Objektiv und rüstet bei den Videofähigkeiten nach. Auch seine Lumix G-Geräte vergisst der Hersteller nicht.

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(Bild: Panasonic)

Von
  • Sophia Zimmermann

Mit dem Lumix S 85mm F1.8 erweitert Panasonic das Objektivangebot für seine spiegellosen Systemkameras der Lumix-S-Serie. Die Telebrennweite eignet sich vor allem für Porträtfotografie und öffnet die Blende auf maximal f/1.8. Neun Blendenlamellen sollen für ein angenehmes Bokeh sorgen. Das Objektiv bleibt vergleichsweise kompakt und wiegt nur etwa 350 Gramm. Darüber hinaus ist es laut Hersteller staub- und spritzwasserresistent und frostsicher bis minus 10 Grad. Ab Ende November soll das Lumix S 85mm F1.8 für knapp 650 Euro erhältlich sein.

Mit diesem Objektiv will Panasonic eine Serie von Festbrennweiten mit demselben Formfaktor und der Lichtstärke von f/1.8 starten. Auf das 85er sollen zeitnah eine 24-Millimeter-, eine 35-Millimeter- sowie eine 50-Millimeter-Version folgen. Neben der Größe und der Position der Bedienelemente sollen diese Optiken auch den Filterdurchmesser teilen. So könnten Fotografen das gleiche Zubehör nutzen.

Mit dem Lumix S 85 mm f/1.8 begründet eine neue Linie an Festbrennweiten, die denselben Formatfaktor sowie dieselbe Lichtstärke aufweisen.

(Bild: Panasonic)

Bisher konzentrierte sich Panasonic bei seinem Lumix-S-System hauptsächlich auf Zoomobjektive. Mit dem Lumix S Pro 50mm f/1.4 bot der Hersteller bisher lediglich eine mit fast 2500 Euro äußerst kostspielige Normalbrennweite an. Doch auch ein neues Zoomobjektiv kündigte Panasonic für die Zukunft an. Es soll einen Brennweitenspielraum von 70 bis 300 Millimeter und eine Lichtstärke von f/4.5 bis f/5.6 haben.

Da die Lumix-S-Kameras zur sogenannten L-Mount-Alliance gehören, liefern neben Panasonic selbst auch Leica und Sigma Objektive. Insgesamt können Fotografen deshalb aus deutlich mehr als 30 Objektiven von diesen Herstellern wählen.

Neben dem Objektiv stellte Panasonic außerdem umfassende Firmware-Updates für Ende November in Aussicht, die vor allem die Videofähigkeiten von Lumix S5 und der größeren Schwestern Lumix S1, S1R sowie S1H aufbohren werden. So soll die S5 damit Bewegtbilder in C4K-Auflösung von 4096 × 2160 Pixeln aufzeichnen können. Zudem soll eine Raw-Videoausgabe mit 5,9k, 4k und 3,5k mit 12bit über HDMI möglich sein. Außerdem werde die S5 künftig die Ausgabe von Apple ProRes-Raw auf Atomos Ninja-V-HDMI-Rekorder unterstützen.

Die S1R soll nach ihrem Update Videos in 5K mit 4992 × 3744 Pixeln mit bis zu 30 P bei 4:2:0 10 bit aufzeichnen können. Außerdem werde sie laut Panasonic 4K-Aufnahmen mit bis zu 60 p (4:2:2 10 bit) über HDMI ausgeben können. Des weiteren soll die S1R dann mit dem Mikrofonadapter DMW-XLR1 kompatibel sein, der professionelle Tonaufnahmen ermöglicht.

Für alle Lumix-S-Modelle wird das November-Update eine Verbesserung der Autofokus-Fähigkeiten bringen. So verspricht Panasonic unter anderem eine optimierte Motiv-Erkennung und, dass bei Videoaufnahmen Autofokus und manueller Fokus parallel genutzt werden könnten.

Ende November soll außerdem die Micro-Four-Thirds-Kamera G110 ein Firmware-Update bekommen. Sie wird dann kompatibel zur Lumix-Webcam-Software sein. Desweiteren soll das Bild im Monitor gespiegelt werden können, wenn dieser nach vorne gedreht ist.

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(ssi)