Pandemie stoppt Wachstum bei Zeiss – Halbleiter als Anker

Auch der Optikkonzern bekommt die Folgen der Pandemie zu spüren. Erstmals seit Jahren sinkt der Umsatz. Das Geschäft mit Halbleitern sorgt aber für Stabilität.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 18 Beiträge

(Bild: Zeiss)

Von
  • dpa

Nach Jahren steter Zuwächse hat die Corona-Pandemie den Optikkonzern Zeiss im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgebremst. Der Umsatz fiel im Geschäftsjahr 2019/2020 um zwei Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende Karl Lamprecht am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz in Oberkochen (Ostalbkreis) sagte. Damit wurde eine zehn Jahre dauernde Folge steigender Umsätze beendet. Der Gewinn ging um 132 Millionen Euro auf 616 Millionen Euro zurück.

Nicht alle Konzernsparten waren von der Corona-Pandemie in gleichem Maße betroffen. So stieg im Bereich der Halbleiterfertigungs-Optiken der Umsatz um 12 Prozent, während die anderen Sparten des Konzerns jeweils Umsatzeinbußen zwischen 6 und 9 Prozent verzeichneten. Im Bereich Consumer Markets waren die Folgen der Pandemie am stärksten zu spüren. Durch Geschäftsschließungen blieb der Umsatz etwa mit Brillengläsern um 9 Prozent hinter dem Wert des Vorjahres zurück.

Lamprecht zeigte sich jedoch überzeugt, dass der Wachstumskurs von Zeiss mittel- und langfristig ungebrochen ist und der Konzern gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Geholfen habe dem Unternehmen während der Pandemie das breite Portfolio und die globale Aufstellung. Rund 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete der Konzern im Ausland. Dabei hat China im ablaufenden Geschäftsjahr erstmal die USA als größten Absatzmarkt abgelöst.

Trotz der Corona-Krise stieg die Zahl der Mitarbeiter um 3 Prozent auf 32.200, wovon rund 13.000 in Deutschland arbeiten. Der Konzern mit Sitz Oberkochen erwartet auch im kommenden Geschäftsjahr Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und geht wieder von einem leicht steigenden Umsatz aus.

Lesen Sie auch

(mho)