Pandemie verzögert DisplayPort 2.0

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten neue Geräte kaum getestet werden. Daher gab es 2020 noch keine Monitore mit DP 2.0. Im Frühling wird endlich getestet.

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Ein DisplayPort-Stecker und ein MiniDisplayPort-Stecker

(Bild: Barry Paterson / Shutterstock)

Von
  • Frank Schräer

Die ursprünglich für Ende letzten Jahres geplanten Produkte mit DisplayPort 2.0 haben Verspätung. Monitore werden zwar entwickelt, konnten aufgrund der Coronavirus-Pandemie aber nicht wie gewohnt breit getestet werden. Die ersten DisplayPort-2.0-konformen Produkte sollen immerhin noch dieses Jahr in den Handel kommen.

Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat den DisplayPort 2.0 Standard bereits Mitte 2019 spezifiziert. Damals hat die VESA die Markteinführung entsprechender Produkte Ende 2020 erwartet. Doch selbst die aktuellsten Grafikkarten der Serien Nvidia GeForce RTX 30 oder AMD Radeon RX 6000 unterstützen lediglich DisplayPort 1.4a.

DisplayPort 2.0 bietet mehr Bandbreite und erlaubt höhere Auflösungen von bis zu 16K (15360 × 8460) bei 60 Hz. Alternativ lassen sich dank der hohen Bandbreite mehrere hochauflösende Displays hintereinander geschaltet über ein Kabel ansteuern, etwa zwei 8K-Bildschirme mit 120 Hz oder drei 4K-Monitore mit 90 Hz.

"Monitore mit Unterstützung für DisplayPort 2.0 befinden sich derzeit in der Entwicklung", erklärte ein VESA-Sprecher gegenüber The Verge. DisplayPort 2.0 sei funktionsfähig in neuen Systemchips, die 2021 in Produkten zu finden sein werden.

Die Verzögerung von DisplayPort 2.0 ist der Coronavirus-Pandemie geschuldet. Üblicherweise treffen sich Hardware-Entwickler und -Ingenieure mehrmals im Jahr bei sogenannten PlugTest-Veranstaltungen. Verschiedene Firmen testen dabei ihre Systeme und deren Interoperabilität.

Die VESA hat 2020 keine PlugTests veranstaltet. Die Entwicklung von DisplayPort-2.0-konformen Produkten hat sich dadurch verzögert. Nun plant die VESA den nächsten PlugTest im Frühjahr in Taiwan. Dadurch soll der Prozess wieder angestoßen werden.

Die VESA erwartet 2021 auch erste Geräte, die mit dem "DisplayPort Alt Mode 2.0" umgehen können. Dieser ist Teil von USB 4 und kann per USB-C-Kabel hochauflösende Monitore ansteuern. Zunächst müssen AMD, Intel und Nvidia aber Grafikkarten beziehungsweise -chips vorstellen, die DisplayPort 2.0 unterstützen.

(fds)