Parallels Desktop 16 mit größeren Anpassungen für macOS 11 Big Sur

Die neue Version der Virtualisierungs-Software verspricht Leistungs- und Grafikverbesserungen. In macOS Big Sur soll sie ohne alte Kernel-Extensions laufen.

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(Bild: Parallels)

Von
  • Leo Becker

Parallels hat Version 16 seiner für Apple Macs ausgelegten Virtualisierungsumgebung Parallels Desktop veröffentlicht. Die neue Version stellt eine Verbesserung der Grafikleistung in den Mittelpunkt: Nutzer virtueller Windows- und Linux-Maschinen sollen von einer im Vergleich zur Vorjahresversion von Parallels Desktop um bis zu 20 Prozent schnelleren DirectX-11-Grafik sowie einer verbesserten Unterstützung von OpenGL profitieren, wie der Hersteller verspricht.

Bei der Virtualisierung von macOS 11 Big Sur werden nun Programme mit 3D-Funktionen unterstützt, die auf Apples Metal-Schnittstelle setzen, so Parallels – darunter Final Cut Pro, Apple Maps und Adobe Premiere. Dies setzt aber offenbar ein Abonnement von Parallels Desktop voraus.

Parallels Desktop 16 ist außerdem bereit für eine Installation unter macOS Big Sur. Dort setzt der Virtualisierer nun auf Apples Hypervisor und kommt ohne alte Kernel-Erweiterungen aus. Das vereinfacht auch die Installation, die dadurch keine umständliche Erlaubnis zum Einspielen der Kernel-Erweiterungen und auch kein Neustart mehr erforderlich ist, wie Parallels erklärt. Apple führt die klassischen Kernel-Erweiterungen (Kexts) bereits als "abgekündigt", sie sollen durch moderne und weniger tief in das Betriebssystem eingreifende Systemerweiterungen abgelöst werden.

Parallels Desktop 16 soll außerdem deutlich schneller starten und virtuelle Windows-Maschinen sowohl flotter herunterfahren als auch fortsetzen. In Windows-Programmen stehen außerdem neue Druckoptionen zur Verfügung, darunter Duplexdruck und unterschiedliche Papierformate. Windows-VMs können nach dem Herunterfahren außerdem automatisch ungenutzten Speicherplatz freigeben. Wird "Nicht stören" auf dem Mac aktiviert, will Parallels den Modus auch in Windows anschalten. In Windows-Programmen werden außerdem Multitouch-Gesten auf Apple-Trackpads unterstützt wie das Zoomen und Drehen.

Zur Virtualisierung auf kommenden ARM-Macs kündigte der Hersteller keine Neuigkeiten an. Parallels hat bereits Unterstützung für Macs mit Apples hauseigenen ARM-basierten Prozessoren in Aussicht gestellt, nennt aber vorerst keine weiteren Details – etwa zu den als VM unterstützen Betriebssystemen.

Parallels Desktop 16 kostet als unbefristete Lizenz 100 Euro, für ein Upgrade von einer beliebigen vorausgehenden Version veranschlagt der Hersteller 50 Euro. Als Abonnement kostet die Basisversion 80 Euro pro Jahr, die Pro-Ausführung mit zusätzlichen Funktionen kostet 100 Euro pro Jahr (Upgrade: 50 Euro pro Jahr). Im Abo sind die Parallels Toolbox und Parallels Access enthalten.

(lbe)