Parken nach Gewicht in Tübingen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann nennt die Idee von Boris Palmer einer gewichtsbezogenen Parkgebühr einen "möglichen neuen Trend".

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BMW iX mit einem angegebenen Leergewicht von 2510 und zulässigem Gesamtgewicht von 3145 kg. Das war bis vor Kurzem der Bereich eines kleinen Lkw.

(Bild: BMW)

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  • dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (beide Grüne) für die Verteuerung des Anwohnerparkens vor allem für schwere Autos gelobt. "Das zeigt, dass Oberbürgermeister Palmer bei vielen Dingen mutig vorangeht und dafür Mehrheiten bekommt", sagte der Regierungschef heute in Stuttgart.

Das sei zwar eine kommunale Angelegenheit. Man werde sehen, ob das ein Modell sei oder nicht. Aber grundsätzlich versuchten alle großen Städte, mehr Raum in den Innenstädten für die Bürger zu schaffen, sagte Kretschmann. "Insofern ist das, glaub' ich, ein Trend, den er damit auch setzt."

Palmer hatte am Montagabend im Klima-Ausschuss der Stadt einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der mehrheitlich auf Zustimmung bei den Fraktionen stieß. Die Tübinger Anwohner sollen demnach künftig 120 Euro im Jahr zahlen. Für Autos mit Verbrennungsmotor, die mehr als 1800 Kilogramm wiegen, und für Elektroautos mit einem Gewicht von mehr als 2000 Kilogramm werden 180 Euro fällig. Palmer will, dass Tübingen bis 2030 klimaneutral ist.

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(fpi)