Parler teilte personenbezogene Daten mit US-Ermittlungsbehörden

Das soziale Netzwerk unterstützte das FBI bei Ermittlungen in Folge des Angriffs auf das Capitol, indem personenbezogene Daten herausgegeben wurden.

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(Bild: Ascannio/Shutterstock.com)

Von
  • Niklas Dierking

Das inzwischen geschlossene soziale Netzwerk Parler, gab ermittlungsdienliche Hinweise an das FBI weiter. Wie Business Insider berichtet, führten die Informationen zur Verhaftung eines Unterstützers der rechtsextremen Gruppierung Proud Boys.

Der Nutzer hatte einen Munitionsvorrat angelegt und gedroht den kürzlich gewählten, schwarzen Senator Raphael Warnock aus Georgia, zu töten. In der eidesstaatlichen Erklärung eines FBI-Agenten, die Business Insider vorliegt, heißt es, das FBI habe Informationen von Parler erhalten, um den Nutzer zu identifizieren. Mithilfe der Telefonnummer, die dem Account zugeordnet war, gelang es den Verdächtigen ausfindig zu machen.

Der Verhaftete reiste am 6. Januar letztendlich gar nicht nach Washington D.C., sondern blieb in seiner Heimatstadt New York, wo es nach seiner Aussage „genug Ziele gebe“. Es war nicht das erste Mal, dass Parler mit Ermittlungsbehörden kooperierte. Laut Business Insider, gab die Plattform bereits im Dezember vergangenen Jahres Informationen über einen Nutzer heraus, der drohte Präsident Donald Trump, Verfassungsrichterin Amy Coney Barret und Trump-nahe Anwälte zu erschießen. Die Herausgabe von Nutzerdaten an Ermittlungsbehörden ist generell kein ungewöhnliches Verhalten von Tech-Unternehmen.

Viele Nutzer der Plattform, die vor allem in rechten Kreisen beliebt ist, posteten öffentlich Pläne, das Capitol in Washington D.C. stürmen zu wollen. Das soziale Netzwerk ist inzwischen offline, nachdem Amazon sich nicht länger bereit erklärt hatte, Parler zu hosten.

(ndi)