Passkeys: 1Password rüstet sich für passwortlose Zukunft

Für Anfang 2023 hat 1Password Passkeys-Unterstützung angekündigt. Man wolle Funktionen bieten, die bei Betriebssystemherstellern wie Apple und Google fehlen.

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1Password

(Bild: zffoto/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

Mit 1Password springt eine erste große Passwortverwaltung auf den FIDO-Passkey Zug auf: Die "passwortlose Zukunft" naht mit schnellen Schritten, schreibt der Anbieter, ab Anfang 2023 werde auch 1Password Passkeys als Alternative zu klassischen Passwörtern unterstützen. Die Passkeys lassen sich bei dem Dienst genauso einsetzen und verwalten wie Passwörter und sind per Cloud-Sync auf allen Geräten des Nutzers verfügbar, erläutern die Entwickler.

Mit einem Mobile Authenticator will 1Password zudem das Einloggen bei eigenen Accounts auf fremden oder neuen Geräten vereinfachen, auf denen 1Password nicht installiert ist. Die Autorisierung der Anmeldung erfolgt in diesem Fall über die 1Password-App auf einem Smartphone, wie der Anbieter in einem Video zeigt.

Mit solchen Funktionen will sich die plattformübergreifende Passwortverwaltung von den Sync-Diensten der Betriebssystemhersteller absetzen, die ebenfalls Passkeys unterstützen. In iOS 16 und macOS 13 ist die entsprechende Funktion bereits an Bord, Google will das in Android und Chrome noch im laufenden Jahr nachliefern, Microsoft dürfte 2023 folgen. Die großen Plattformbetreiber sehen die Synchronisation nur über ihre eigenen plattformspezifischen Dienst vor, bei Apple ist das der iCloud-Schlüsselbund, der inzwischen allerdings auch mit einer Chrome-Erweiterung in Windows verfügbar ist. In diese Bresche will 1Password springen, als Mitglied der FIDO-Allianz wolle man zudem sicherstellen, dass die Passkeys-Technik offen und für alle Anbieter zugänglich bleibe.

Passkeys setzen auf ein Public-Key-Verschlüsselungsverfahren nach dem FIDO-Standard, ein Passwort wird damit überflüssig. Zudem muss der Passkey selbst zum Einloggen nicht an den jeweiligen Diensteanbieter übertragen und entsprechend auch nicht dort gespeichert werden. Langfristig soll das Phishing, Datenbanklecks und auf andere Weise kompromittierte Passwörter aus der Welt schaffen. Derzeit werden Passkeys nur von sehr wenigen Diensten für eine passwortlose Anmeldung unterstützt, mit PayPal steht aber ein erster großer Anbieter in den Startlöchern.

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(lbe)