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Patchday: Viele Sicherheitsflicken für verschiedene Android-Komponenten

Google hat jede Menge Sicherheitslücken in Android geschlossen. Betroffen sind unter anderem der Fingerabdrucksensor und die Kamera.

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Von
  • Dennis Schirrmacher

Am Patchday im September kümmert sich Google unter anderem um acht "kritische" Sicherheitslücken im Android-System. Klappen Attacken, könnten Angreifer über das Internet eigenen Code auf verwundbaren Geräten ausführen und so die volle Kontrolle übernehmen.

Die gefährlichsten Schwachstellen betreffen Qualcomm-Komponenten, aber auch das Media Framework und das System sind für Remote-Code-Execution-Attacken anfällig, führt Google in einer Warnmeldung aus. Für erfolgreiche Attacken müsste ein Opfer beispielsweise ein von einem Angreifer präpariertes Video öffnen.

Um potenziellen Angreifern den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat Google nun abgesicherte Versionen von Android 8.0, 8.1, 9 und 10 veröffentlicht. Beim jüngst erschienenen Android 11 gab es offensichtlich nichts zu patchen.

Steht in den Einstellungen "2020-09-01", ist das Gerät auf dem aktuellen Stand. Steht dort "2020-09-05" ist das auch gut: Das bedeutet, dass neben den aktuellen Sicherheitsupdates auch ältere Patches enthalten sind.

Android-Patchday

Neben Google veröffentlichen noch weitere Hersteller regelmäßig Sicherheitspatches - aber meist nur für einige Produktserien. Geräte anderer Hersteller bekommen die Updates erheblich später oder, im schlimmsten Fall, gar nicht.

Google gibt an, Hersteller von Android-Geräten mindestens einen Monat vor der Veröffentlichung zu Infos der Lücken benachrichtigt zu haben. So konnten diese die Patches in ihre angepassten Android-Versionen implementieren. Wer Android-Geräte von LG, Samsung oder Sony besitzt, findet im Kasten rechts weitere Infos zu aktuellen Patches. Mittlerweile sollte der Update-Code auch im Android Open Source Project (AOSP) angekommen sein.

Wie man einem Beitrag entnehmen kann, bekommt die Pixel-Serie zusätzliche Sicherheitsupdates serviert. Drei Lücken sind mit dem Bedrohungsgrad "hoch" eingestuft. Betroffen sind unter anderem der Fingerabdrucksensor, die Kamera und das Keyboard. Weiterführende Infos zu den Schwachstellen stehen derzeit nicht zur Verfügung.

(des)