MacBook aus Titan: Apple könnte TiBook wiederbeleben

Der Konzern verkauft bereits eine Apple Watch aus Titan. Der Prozess der Metallverarbeitung könnte auch in künftigen Macs, iPhones und iPads Verwendung finden.

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So sah das PowerBook G4 Titanium einst aus – hier mit stolzen 1 GHz.

(Bild: Ashley Pomeroy / Wikipedia / cc-by-sa-4.0)

Von
  • Ben Schwan

Apple könnte ein altes Lieblingsmodell unter den Macs wiederbeleben – wenn auch in abgewandelter Form: Das sogenannte TiBook. Zwischen 2001 und 2006 wurde das PowerBook G4 mit seinem 15,2 Zoll großen Bildschirm neben der normalen Aluminium-Variante auch in einem Gehäuse aus Titan verkauft. Seither wünschen sich Nutzer vergebens wieder einen solchen Mac – Apple verbaute danach nur noch Kunststoff und nun durchgehend Aluminium.

Wie ein frisch publizierter Patentantrag demonstriert, kann man sich bei Apple nun durchaus vorstellen, die Titanium-Gehäuseform erneut ins Programm für seine Macs zu nehmen. Ausgangspunkt ist die spezielle Legierung, die der Konzern bei der Apple Watch Edition verwendet. Das ab 880 Euro erhältliche Modell hat ein robustes wie leichtes Gehäuse.

In dem Patentantrag, der am 26. September 2019 eingereicht und in dieser Woche abgesegnet wurde, sind Titanteile von Geräten genannt, die mit einer speziellen Oberfläche versehen wurden. Diese ergeben eine bestimmte, dunkle Metalltextur. Apple erläutert, wie sich diese aufbringen lässt.

Spannend an dem Antrag ist vor allem, dass Apple in den angehängten Bildern nicht nur eine Apple Watch zeigt, sondern auch ein MacBook, ein iPhone und ein iPad. Schon zuvor hatte Apple einen Patentantrag für Geräte mit einer Titanbasis eingereicht. Im Gegensatz zum TiBook, das einen eher hellen Look hatte, dürfte Apples "neues Titan" einen dunklen, mattschwarzen Look haben. Dieser würde sich auch deutlich von den bisherigen Alufarben (darunter Silber, Spacegrau und Gold) abheben.

Titan ist zwar schwerer als Aluminium, verfügt aber bei Verwendung dünnerer Komponenten über mehr Steifheit und Festigkeit. Entsprechend wären auch neue Aufbauarten von Apples größeren Geräten denkbar – und nicht nur der einfache Ersatz des Gehäuses. Apple stellt allerdings sehr viele Patentanträge und es ist keineswegs sicher, dass deren Inhalte später auch in Produkten landen.

(bsc)