PayPal: Händlergebühren in Deutschland steigen

Der Zahlungsdienstleister PayPal hat angekündigt, seine Händlergebühren ab August zu erhöhen. Diese sollen von 2,49 auf 2,99 Prozent des Umsatzes steigen.

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(Bild: Nopparat Khokthong/Shutterstock.com)

Von
  • Greta Friedrich

PayPal hat angekündigt, seine Händlergebühren in Deutschland ab August zu erhöhen. Händler müssen dann pro PayPal-Transaktion mehr an den Dienstleister zahlen: Die Standardgebühr für Onlinezahlungen steigt von 2,49 auf 2,99 Prozent des jeweiligen Umsatzes und auch der Sockelbetrag wächst von 35 auf 39 Cent.

Laut den aktualisierten PayPal-Richtlinien vom 10. Mai ändern sich ab dem 1. August "einige Gebühren" für PayPals Dienstleistungen. In einem PDF-Dokument mit den aktualisierten Gebühren für Händler listet PayPal die Gebühren für alle Transaktionen und anderen Leistungen, die ab dem 1. August für Händler gelten. Daraus geht auch hervor, dass die Gebühren für Mikrozahlungen sinken: von 10 Prozent (bei inländischen Zahlungen) bzw. 12 Prozent des Umsatzes (bei internationalen Zahlungen) plus Festgebühr auf dann nur noch 4,99 Prozent plus 9 Cent Festgebühr (bei internationalen Zahlungen kommt eine prozentuale Gebühr hinzu).

Im Vergleich zu einer Standard-Transaktion mit PayPal sind andere Wege für Onlinezahlungen günstiger: Eine Kreditkartentransaktion kostet Händler normalerweise ein bis zwei Prozent des Umsatzes, eine Lastschrift liegt in einem ähnlichen Bereich (hier kommt es noch darauf an, ob sie versichert ist oder nicht) – nur der Kauf auf Rechnung ist in der Regel noch teurer. Dieser ist aber neben PayPal die beliebteste Online-Zahlungsmethode der Menschen in Deutschland, wie eine Studie zeigt.

Der Chef von PayPal-Deutschland, Jörg Kablitz, erklärte die steigenden Gebühren gegenüber dem Portal OnlinehändlerNews mit Investitionen. Damit habe PayPal in den letzten Jahren einen Mehrwert für Händler und Verbraucher geschaffen. Im ersten Quartal 2022 war der Gewinn bei PayPal im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent eingebrochen. Die Deutsche Kreditwirtschaft hat Anfang Mai eine Alternative zu PayPal und Co. angekündigt: die Girocard.

(gref)