Paypal: Derzeit kein Interesse an Pinterest-Übernahme

Paypal will Pinterest nicht kaufen. Eine mögliche Übernahme ist damit vorerst vom Tisch.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1 Beitrag

(Bild: Nopparat Khokthong/Shutterstock.com)

Von
  • Oliver Bünte

Der Zahlungsdienstleister Paypal hat Berichte über eine mögliche Übernahme der Online-Pinnwand Pinterest dementiert. Wie Paypal am Sonntag in einer sehr knappen Erklärung mitteilte, verfolge Paypal "derzeit" keine Akquisition von Pinterest. Entsprechende Übernahmegerüchte waren aufgekommen, nachdem Bloomberg]/i] am Mittwoch über laufende Gespräche zu einer Akquisition berichtet hatte.

In dem Bericht von [i]Bloomberg am Mittwoch hieß es, dass Paypal Pinterest ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hatte, was einem Preis von 70 Dollar pro Pinterest-Aktie bedeutet hätte. Beide Unternehmen haben auf diese Gerüchte zunächst nicht reagiert. Allerdings waren recht schnell Auswirkungen auf die Aktienkurse der Unternehmen sichtbar: Die Paypal-Aktie brach um mehr als 11 Prozent ein. Zum Börsenschluss am Freitag notierte sie bei 207,30 Euro. Am Mittwoch hatte sie noch bei 232,45 Euro gelegen. Zugleich profitierte Pinterest von den Gerüchten einer Übernahme durch Paypal. Sie schnellte von 55,96 Euro zunächst auf ein Hoch von 63,33 Euro am Donnerstag. Mittlerweile hat sich der Kurs bei 58,06 Euro eingependelt.

Unklar ist, ob gar keine Gespräche zwischen den Unternehmen über einen möglichen Kauf von Pinterest gelaufen sind, oder diese im Sande verlaufend sind. Die Mitteilung von Paypal schließt jedoch eine zeitnahe Übernahme von Pinterest weitgehend aus.

So richtig in das Portfolio von Paypal scheint die Online-Pinnwand Pinterest ohnehin nicht zu passen, da unterschiedliche Geschäftsmodelle zugrunde liegen. So finanziert sich Pinterest über Werbung, Paypal verdient sein Geld als Zahlungsdienstleister. Als möglicher Grund für die Übernahme wurde ein Einstieg Paypals in Social Commerce angenommen, wie das Handelsblatt vermutete.

Paypal hatte im September die Akquisition des japanischen Buy-Now-Pay-Later-Dienstes Paidy für 2,7 Milliarden Dollar angekündigt, mit dessen Hilfe Paypal Optionen für späteres Bezahlen wie Ratenzahlungen und andere Bezahlmöglichkeiten anbieten will.

(olb)