Pentax K-3 Mark III: Klassische Spiegelreflexkamera mit großem Sucher

Das neue Top-Modell der Pentax-Spiegelreflexkameras ließ lange auf sich warten. Nun ist es offiziell da. Hat sich das Warten gelohnt?

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 122 Beiträge

Pentax K-3 III

(Bild: Ricoh Imaging)

Von
  • Sophia Zimmermann

Ricoh Imaging musste den Marktstart seines neuen Spiegelreflex-Topmodells Pentax K-3 Mark III immer wieder nach hinten verschieben. Nun ist die offizielle Ankündigung da. Ab April soll die APS-C-Kamera für einen Preis von knapp 2000 Euro in den Farben Schwarz und Silber in den Handel kommen.

Überraschungen in den technischen Daten gibt es nicht, denn der Hersteller hatte in den vergangenen Monaten bereits immer wieder scheibchenweise Informationen veröffentlicht. Die K-3 III will eine traditionelle Spiegelreflexkamera sein, die sich ganz auf die Vorteile der Technik konzentriert. Sie gehört zum Pentax K-System, das seit Jahrzehnten mit dem gleichen Bajonett arbeitet. Anders als die beiden Spiegelreflex-Mitbewerber Canon und Nikon pflegt Ricoh Imaging parallel kein spiegelloses System (mehr), das perspektivisch die klassischen DSLR-Linien ablösen könnte.

Herzstück der K-3 III ist ein großer Prismensucher, der eine etwa 1,05-fache Vergrößerung bietet. Die Vorgängerin kam hier auf einen Faktor von 0,95x. Diesen bieten auch die vergleichbaren Konkurrenz-Modelle Canon 90D und Nikon D7500. Dazu setzt Ricoh Imaging auf einen APS-C-Sensor mit einer Auflösung von knapp 26 Megapixeln, was mittlerweile auch andere Konkurrenten in dieser Sensorklasse bieten. Der Chip ist rückseitig belichtet und flexibel auf fünf Achsen gelagert. So will der Hersteller nicht nur effektiv Verwacklungen kompensieren, sondern auch Pixel-Shift-Aufnahmen möglich machen, um Auflösung der Kamera zu optimieren beziehungsweise voll auszunutzen. Die K-3 III erreicht das, indem sie den Sensor in vier Richtungen um ein ganzes Pixel verschiebt.

Anders als die Vorgängerin besitzt die K-3 III offenbar kein integriertes GPS mehr, das diese unter anderem für die Astrotracer-Funktion für nachgeführte Nachthimmelaufnahmen nutzte.

Auch das Phasenautofokus-System will der Hersteller überarbeitet haben. Es bietet nun 101 AF-Sensoren, von denen 25 als Kreuzsensoren gestaltet sind. Dazu setzt Ricoh auf künstliche Intelligenz. Die K-3 III analysiert laut Hersteller Aufnahmeszenen und optimiert so Belichtung und Autofokusleistung anhand verschiedener Parameter.

Die Serienbildgeschwindigkeit der Spiegelreflexkamera liegt laut Datenblatt bei zwölf Bildern pro Sekunde. Da schafft sie über 32 Raw-Dateien. Der Verschluss ist auf 300.000 Aufnahmen ausgelegt, so Ricoh Imaging. Außerdem integriert der Hersteller eine 4k-Videofunktion. Clips können also mit bis zu 3840 x 2160 Pixeln bei 30p beziehungsweise 24p aufgenommen werden. Full-HD-Aufnahmen sind mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich. Beide SD-Karten-Steckplätze der Spiegelreflexkamera sind UHS-II-kompatibel.

Typisch für die Marke Pentax ist außerdem der Wetterschutz. Das Gehäuse aus einer Magnesium-Aluminiumlegierung besitzt mehr als 95 Dichtungen, die es vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit schützen. Außerdem ist die Konstruktion frostbeständig bis -10 Grad.

(ssi)