"People Cards": Google testet Knowledge-Graph für Normalos

Google testet in Indien eine Funktion, mit der Nutzer von sich selbst ein Profil erstellen können, das direkt in der Suchmaschine angezeigt wird.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 20 Beiträge

Mit den "People Cards" kann man sich selbst ein Profil anlegen – und Google die Arbeit erleichtern.

Von
  • Eva-Maria Weiß

Mit den "People Cards" kann man bei Google ein eigenes Profil erstellen, das die Suchmaschine direkt anzeigt. Job, Social Media, ein Steckbrief und weitere Informationen lassen sich dort ganz leicht verknüpfen und für jederman, auch für Google, nutzen. Zunächst wird die Funktion nur in Indien und in englischer Sprache getestet.

Google vergleicht die Karten in einem Blogbeitrag mit Informationen zu Prominenten und Unternehmen. In den sogenannten Knowledge-Panels oder Graphs tauchen bei der Suche die laut Google wichtigsten Informationen auf, schon bevor man eine Seite aufruft. Menschen zu finden, die nicht so bekannt sind, sei schwierig, gerade weil viele Menschen denselben Namen tragen. Um Abhilfe zu schaffen, soll nun die digitale Visitenkarte eingeführt werden. Die richtet sich an Geschäftsleute, Künstler und jeden, der eine Online-Präsenz aufbauen will. Bei gleichen Namen erscheint die Auswahl an Karten, die sich durchklicken lässt.

Um eine "People Card" zu erstellen, braucht man ein Google-Konto, dort kann man sich selbst "zur Suche hinzufügen". Wie bei einem sozialen Netzwerk lassen sich daraufhin Informationen zur eigenen Person eintragen, Google bietet auch Platz für die E-Mail-Adresse und Telefonnummer an. Alles also fast wie bei Google+ – nur in neuer Optik und mit mehr freigegebenen Daten. Wobei das soziale Netzwerk vor zwei Jahren eingestellt wurde, weil es laut Google nicht die Anforderungen an Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer erfüllt habe. "Je mehr Informationen du von dir preisgibst, desto leichter wird es für andere Leute, dich zu finden", heißt es nun bei den Cards.

Google kündigt auch eine Reihe von Kontroll- und Sicherheitsmechanismen an, damit kein Schindluder mit den Karten getrieben wird. Pro Google-Konto kann man etwa nur eine Karte erstellen und die lässt sich auch nur aktivieren, wenn man seine Telefonnummer verifiziert.

Auch wer in einem Knowledge Graph auftaucht, kann hierzulande seine Daten ändern, etwa wenn Google dort Falschinformationen weitergibt, und muss dafür aber ebenfalls einen Verifizierungsprozess durchlaufen.

(emw)