Peripheriehersteller: Speedlink-Mutter Jöllenbeck GmbH meldet Insolvenz an

Ein Insolvenzverwalter führt das Geschäft vorerst weiter und prüft Sanierungsmöglichkeiten. Die Bundesagentur für Arbeit bezahlt die Beschäftigten.

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(Bild: Jöllenbeck GmbH)

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Die niedersächsische Jöllenbeck GmbH hat Anfang Mai 2020 Insolvenz angemeldet. Sie ist in Deutschland durch die Marke Speedlink bekannt, die primär Peripherie für den Büroeinsatz und Spieler vertreibt, darunter Tastaturen, Mäuse und Headsets, aber auch Lautsprecher und sogenannte Gaming-Chairs.

Das Amtsgericht Tostedt hat Dr. Tjark Thies der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, wie ZIP online berichtet. Thies führt den Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres vollumfänglich fort, während er Sanierungsoptionen für das Unternehmen prüft. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt die Löhne und Gehälter der mehr als 50 Beschäftigten mittels einer Vorfinanzierung von Insolvenzgeld weiter.

Laut Thies sei der Umsatz der Jöllenbeck GmbH durch die Coronavirus-Pandemie eingebrochen. Zusätzlich habe ein Kreditinstitut Ende April einen eingeräumten Kredit mit sofortiger Wirkung gekündigt. „Die bereits erfolgten Lockerungen der Verkaufsbeschränkungen und ein erkennbar wieder ausgabefreudigeres Konsumverhalten wirken sich sehr positiv auf die Chancen eines Erhalts aus“, sagte Insolvenzverwalter Thies. Geschäftsführer Tim Jöllenbeck rechnet in den kommenden Wochen durch Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit einem „deutlichen Umsatzanstieg“.

Unter anderem Elektronikmärkte mussten im März 2020 zur Eindämmung des Coronavirus ihre Läden schließen. Seit Ende April 2020 beginnen die Wiedereröffnungen, unter anderem die Ketten Media Markt und Saturn verkaufen deutschlandweit wieder Elektronik – darunter auch Speedlink-Produkte.

(mma)